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Sauheldcup in Mehrstetten 2025

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Der Sauheld-Cup in Mehrstetten hat seinem Namen wieder einmal alle Ehre gemacht – und das in jeder Hinsicht. Schon beim morgendlichen Blick aus dem Fenster war klar: Das wird heute nicht einfach. Der Regen hatte den Boden ordentlich aufgeweicht und die Strecke vor allem auf den Bergabpassagen im Wald entsprechend anspruchsvoll gestaltet. Schlamm, Fahrrinnen und rutschige Anstiege – beste Bedingungen für echte Sauhelden eben.

Normalerweise gilt ja: Not wet, just expert conditions. Aber dieses Mal sollte es anders sein 😉

Wer später bremst fährt länger schnell, funktioniert nur dann, wenn auf der Insideline genügend Grip vorhanden ist. Aber von vorne:

Unser Team Trail&Error war dieses Jahr erstmals am Start und gleich in einheitlichen Trikots unterwegs – danke an Owayo für die schnelle und hochwertige Umsetzung! Das gab nicht nur optisch ein starkes Bild ab, sondern sorgte auch für echtes Teamgefühl auf und neben der Strecke.

Spontan kam es zu einem kleinen Umbruch im Line-up: Da Anja kurzfristig nicht starten konnte, sprang Luis in letzter Minute ein. Riesenrespekt für diese Flexibilität und den Einsatz für’s Team! Der Druck für mich war dementsprechend hoch, aber ich konnte die Erwartungshaltung erfolgreich dämpfen 😉 Der Nachteil eines schnellen Teampartners ist die entsprechend kurze Erholungszeit zwischen den Runden…

Nach Gomaringen war beim Sauheldcup erst das zweite Rennen auf dem neuen Bike – und was soll ich sagen: Es passt perfekt! Bereits jetzt habe ich volles Vertrauen in das Setup, was sich auch in der Fahrweise und dem Rennergebnis deutlich bemerkbar gemacht hat. Auch wenn das rennorientierte Profil der Reifen noch ungewohnt für mich ist, bin ich erstaunlich gut damit zurecht gekommen. Trotzdem hätte ich mir im Wald bergab des Maxxis Assegai gewünscht 🙂

Das Rennen selbst lief für mich richtig gut, auch wenn ich meine Rundenzeiten nicht im Ansatz mit denen der Topfahrer vergleichen kann. Wir kamen mit den schwierigen Bedingungen erstaunlich gut zurecht und konnten einen starken 23. Platz einfahren – wobei die Lorbeeren dafür eher an Luis als an mich gehen :-). Gestartet waren 46 Teams in unserer Altersklasse – gutes Mittelfeld also.

Ein besonders schöner Aspekt: Knapp 15 % des Starterfelds kamen vom SV Reudern, was wieder einmal gezeigt hat, wie aktiv und motiviert unsere Truppe ist. Auch an der Strecke war die Stimmung wie immer großartig – besonders an den Anstiegen wurde man durch Anfeuerungen regelrecht nach oben getragen.

Leider wurde es gegen Ende nochmal spannend: In der letzten Runde bin ich auf einer schlammigen Passage unglücklich gestürzt als ich auf einem Feldweg von der rechten auf die linke Spur wechseln und in der nachfolgenden Kurve die Insideline nehmen musst. Die Runden davor hat das wunderbar funktioniert, aber dieses Mal war der Untergrund ein wenig schmieriger und der Grip war schlagartig weg. Keine Chance zu reagieren. Der Helm ist dabei zu Bruch gegangen – der Kopf zum Glück nicht. Ein klarer Beweis dafür, dass ein guter Helm jeden Cent wert ist – ein Hoch auf MIPS. Ich konnte die Runde noch zu Ende fahren, war aber ziemlich angeschlagen. Das Knie hat gesaftet, die Schulter tat weh und die Strecke hat ein wenig geflimmert. Aber das Adrenalin hat mich ins Ziel getragen. Dort waren dann die Kräfte am Ende und ich hab alles von mir geworfen. Bike, Helm, Trikot,….

Wie es sich für einen guten Teamkollegen gehört, hat sich Luis um das wichtigste gekümmert: STOP drücken am Garmin und das Fahrrad aus dem Weg gebracht 💪

Die Schürfwunden mussten notdürftig versorgt werden – die Sanitäter waren zu diesem Zeitpunkt leider bereits abgereist, sodass meine Frau und Freunde kurzerhand zur Erstversorgung übergingen. Großen Dank an alle, die da so ruhig und umsichtig reagiert haben und auch schnell iostonische Durstlöscher auf Hopfenbasis gebracht haben 🤩 🍻

Trotz Sturz und Regen war es ein rundum gelungener Tag: Gutes Essen, ein leckeres Bier danach und faire Preise haben das Event angenehm abgerundet. Die Organisation war wie gewohnt solide und herzlich – der Sauheld-Cup bleibt ein echtes Highlight im Rennkalender.

Fazit: Mit Schlamm, Teamgeist, Adrenalin und Applaus – Mehrstetten war ein Fest! Wir kommen wieder.

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