EUROBIKE 2013 – unsere Highlights

Nachdem wir ein Jahr ausgesetzt hatten ging’s dieses Jahr wieder auf die EUROBIKE nach Friedrichshafen. Neben der Mission neue Rahmen und Teilehersteller ins Programm aufzunehmen – dazu später vielleicht mehr – waren aufgrund des engen Zeitplans unsere wichtigsten Anlaufstellen SOLID Bikes / REVERSE Components und EVOC.

EVOC überzeugt wie immer mit Ihren sehr stylishen Rucksäcken,Taschen, Koffern und Protektoren. Unser persönliches Highlight war die Protektorenweste für Kids die zu einem Hammerpreis für 90€ über die Theke geht – das sollte jedem die Sicherheit vom Nachwuchs wert sein, vor allem weil die Weste in der Weite anpassbar ist und dadurch mitwächst.

Die BLACKLINE Edition des FR ENDURO Protektor Rucksacks ist der neue Technologie Träger für ein völlig neues Rückensystem. Aber schaut einfach selbst in unserer Bilderserie oder direkt beim Hersteller.

Natürlich bekommt Ihr alle Produkte auch bei uns, und wer bis zum 20.09.2013 bei uns bestellt bekommt noch einen Sonderrabatt von 10% auf das komplette Sortiment! JETZ BESTELLEN! 

Bei SOLID gabs auch Nachwuchs, und zwar im Downhill und Enduro-Bereich. Die neuen Namen die in Zukunft für Aufsehen sorgen werden sind STRIKE und MAGIX.

STRIKE

Das neue Downhillflagschiff kann sowohl mit 26″ als auch mit 27,5″ gefahren werden – ganz nach Strecke oder persönlichen Vorlieben. Der Prototyp kommt mit einer Dorado-Gabel die beide Radgrößen aufnimmt. Der Hinterbau kann über unterscheidliche Befestigungen für den Dämpfer auf die Radgröße angepasst werden.

Der Lenkwinkel liegt bei 63°, das Tretlager liegt mit 26″ Reifen bei 344 mm bis 353 mm, mit 650b liegt es bei 361 mm bis 370 mm über dem Boden. Der Federweg variiert zwischen 201 mm (650b) und 204 mm (26″) und wird durch einen 240 mm-Dämpfer kontrolliert. Das “Center Force Federungssystem” wurde in Zusammenarbeit mit Reichmann Engineering entwickelt und ist von den Reichmann-Bikes übernommen.

Wir sind gespannt wann wir das gute Teil über die Trails jagen dürfen 🙂

MAGIX

Das Solid Magix soll wird mit 27,5″ über die Trails fräsen, und das bei zwei verschieden einstellbaren Federwege: 155 mm und 175 mm. Damit lässt es sich auf die Einsatzbereiche All-Mountain und Enduro anpassen – auch 180 mm-Federgabeln sollen kein Problem sein, somit steht dem Aufbau als Freerider nichts im Wege. Das Bike wird sich sicher nicht nur auf Alpinen Trails, sondern auch in vielen Bikeparks wohlfühlen! Das Magix wird erst im neuen Jahr in Serie gehen – und wir können es kaum erwarten!!!

Zum Schluss hatten wir dann noch einen wichtigen Termin und wollten einen Teamfahrer für uns gewinnen, aber wir wurden uns leider nicht einig 🙂 Aber die Farbabstimmung hat schon mal gepasst – nice to meet you Danny!

Irina und Danny McAskill

Irina und Danny McAskill

So, das waren unsere persönlichen Highlights – bis bald auf den Trails dieser Welt!

Stay tuned – Sven

Let’s build an Enduro

Die Überschrift sagt eigentlich alles – schaut zu wie eine neue Trailmaschine entsteht 🙂

Manche Browser verzerren das Bild, dann einfach auf Vollbild klicken, dann sollte es passen. Wenn Ihr das Video nicht direkt anschauen könnt, hier klicken zum Download!

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Keep on riding

Sven

Lac Blanc – Smooth,Cool, Fat and Nuts

Nach einem kurzen Blick in den Terminkalender war klar, am Wochenende steht nichts besonderes an, also war die Antwort auf die Frage:” Lac Blanc, Samstag bis Sonntag, wie siehts aus?” ein ganz klares JA!

Der Plan: Abfahrt am Samstag um 8Uhr, zwei Autos, ein Hänger, sechs Männer, eine Frau, sieben Bikes.

Alles verlief nach Plan, schnell war klar dass obwohl sich einige nicht kannten alle auf einer Wellenlänge liegen – ready to go! Schnell noch die Socken über die Federgabel dass im Hänger nichts passiert und dann trennen uns nur 260km vom aktuellen Bikepark-Testsieger der FREERIDE.

Kurz vor dem Ziel mussten wir aufgrund eines Navigationsproblems einen kurzen Umweg durch die Pampa fahren der uns ne halbe Stunde Zeit und 25€ Maut gekostet hat – und alles nur wegen einer blöden Schranke – beim nächsten Mal nicht blind nach Navi fahren 😉

Nachdem das Auto dann geparkt und die Bikes zusammengebaut waren gings los. Halbtageskarte ab 14Uhr für 19,50€ – 3,2,1 meins! – eigentlich human im Vergleich zu anderen Parks.

Der Sessellift baggert die riesigen Mengen an Bikes & Bikern schnell auf den Berg. Trotz dass der Parkplatz voll war bis in die letzte Ecke mussten wir nie länger als maximal fünf Minuten warten – perfekt!

Zum einrollen ganz locker auf die grüne Strecke – SMOOTH – viel Sand, wenig Grip und viele Bremshügel, muss nicht noch mal sein! Zweiter Versuch auf LA COOL, etwas besser, aber noch immer zu viel Sand und wenig Grip – von „little Whistler“ war bisher noch nicht viel zu sehen/spüren! Aber die Enttäuschung hielt nicht lange an 🙂

Die Strecken ROOTS, FAT und NUTS machen dem Ruf alle Ehre, und die nächsten zwei Tage spielen sich nur noch auf diesen Strecken ab!

Die ROOTS hält was sie verspricht, viele technische Wurzelpassagen, ab und zu ein paar Steine und Steilabfahrten und auch ein paar Drops sorgen dafür dass die Strecke mit der richtigen Linie am Ende fast schon flowig wird 😉

Auf der FAT kommen alle die gerne droppen und springen voll auf Ihre Kosten. Jede Menge Airtime für die dies können und einige „Do or Die“ Stellen die aber problemlos umfahren werden können. Macht einfach Spaß zu fahren und ist perfekt um sich an unterschiedliche Drops und Gaps heranzuwagen.

Die einzige schwarze Strecke NUTS erinnert etwas an die A-Line in Whistler und besitzt ein paar Schlüsselstellen die vor Ort für angeregte Diskussionen zur optimalen Linienwahl geführt haben 😉 Insgesamt etwas technischer und steiler als die anderen Strecken, viele Steine, und harte Richtungswechsel auch im ruppigen Gelände. Ausreichend Federweg und gute Fahrwerksabstimmung sind hier sehr hilfreich! Nach der Strecke lohnt sich dann auch mal der Service für die Federgabel!

Alle Sprünge und Landungen sind perfekt gebaut, die Absprungkanten sind mit Leuchtfarbe markiert, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade innerhalb der Strecke sind auch farblich gekennzeichnet, eben fast wie in Whistler!

FAZIT zum Park: Es ist für jeden was dabei und die etwas längere Autofahrt lohnt sich auf jeden Fall, selbst wenn man nur für einen Tag gehen würde.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: BESTELLT KEIN PANINI!!! Auch wenn es sonst nichts anderes zu Essen gibt – die Dinger schmecken besch….

Da wir ja zwei Tage dort waren und nicht im Zelt schlafen wollten haben wir uns für eine Unterkunft auf nem Bauernhof entschieden. Knapp fünfzehn Minuten vom Bikepark entfernt am Waldrand mit Blick übers Tal und das für 25€ pro Person inklusive Frühstück – sehr zu empfehlen! Vielen Dank an dieser Stelle an Jeremy, der zum einen die Unterkunft organisiert und zum anderen die kompletten zwei Tage Dolmetscher gespielt hat! Ich war komplett Lost in Translation… 🙂

Nach dem wohlverdienten Feierabendbier (vielleicht waren es auch zwei oder drei) und unserer 2kg-Pasta-Party haben wir den Abend noch schön ausklingen lassen. Das Frühstück am nächsten Morgen war eben typisch französisch, sehr übersichtlich, aber gut!

Ein sehr gelungenes Wochenende mit vielen Eindrücken und Herausforderungen und zum Glück ohne größere Verletzungen – müssen wir unbedingt wiederholen! Vielen Dank an alle die dabei waren!

Was noch bleibt sind zwei offene Fragen:

–       Wie lange braucht ein Ei im Huhn?

–       Können Kakerlaken fliegen?

Bremse auf, Kette rechts

Sven

P.S.: Hier die ganze Bildergallerie – und weiter unten das Video 🙂

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Saisonstart und das Gangbang-Problem

Am Wochenende war es wieder soweit, keine wichtigen Termine im Kalender, der Wetterbericht sagt Regen voraus – beste Voraussetzungen für den Saisonauftakt in Bad Wildbad!

Während die einen Ihr Wochenende am Gardasee oder mit Staubsaugen verbrachten, waren drei von uns in Wildbad am Start – die SOLID M9s ins Bussle verladen, und Abfahrt!

Bereits bei der Aufstiegstraße waren die Vorbereitungen zum iXS-Downhillcup zu erkennen – alle Strecken waren perfekt mit Beschilderungen versehen, aber wir haben uns auch ohne ganz gut zurechtgefunden 😉

Zum Einfahren kurz über den Bikeparkfreeride, dann ab auf den DH1 – die erste Abfahrt war katastrophal!!! Wie wenn wir noch die auf nem DH-Bike gesessen hätten 🙂 Zum Glück haben wir ab der zweiten Abfahrt relativ schnell zur alten Form zurückgefunden!

Bei einem kleinen Zwischenstop nach dem Steinfeld kam nach Beobachtungen von anderen Fahrern die Frage auf: „Wie langsam kann man sein um trotzdem noch über den Gang-Bang zu kommen?“ – Bevor jemand fragt: Nein, das ist ausnahmsweise mal nix versautes, und ja, der Sprung heisst wirklich so!

Endlich gibt’s ne sinnvolle Anwendung für die vielen Mathe und Physikstunden während des Studiums! Klar könnte man den Sprung immer etwas langsamer nehmen um dann irgendwann mit dem Hinterrad an der Landung einzuschlagen und dann über den Lenker abzusteigen, aber wir konnten keinen Freiwilligen für diese „Try & Error Variante“ finden – also doch rechnen.

So, hier mal die „wissenschaftliche Sicht“ auf den Gang-Bang nach dem Steinfeld in Bad-Wildbad! (Kann natürlich auf jeden anderen Drop oder Gap oder Double oder was auch immer übertragen werden)

Annahmen:

  • Höhenunterschied zwischen Absprung und Landung: ca. 0,5m
  • Entfernung zwischen Absprung und Landung: ca. 2m
  • Absprungwinkel ca. 3-5° (je nachdem wie stark man das Bike hochzieht entsprechend mehr)

Erklärung:

  • Gestrichelte rote Linie => Absprungwinkel
  • grüne Linie => Sprung- / Flugweite
  • schwarze Linie => Flugbahn

Flugkurve

Um die zwei Meter Entfernung gerade so zu schaffen sollte man mindestens zwanzig Sachen drauf haben, oder das Bike entsprechend hochreißen um die Flugbahn zu verändern.

Bei der Berechnung wurden Dämpferverhalten, Luftwiderstand, Rücken- oder Gegenwind und die Höhe über Meeresspiegel vernachlässigt. Da die ganze Berechnung fürs Biken gedacht ist habe ich mir erlaubt auch die Erdkrümmung nicht mit einzurechnen J  Wer sich hier etwas austoben will kann entsprechende Fachbücher zur Ballistik wälzen, oder sich mit der Näherung zufrieden geben und Biken gehen.

Wenn Ihr in Zukunft nicht wisst ob Ihr den Gap vor Euch schaffen könnt, entweder BIG BALLS und „Just do it“ – oder erstmal die Physik die Randbedingungen schätzen lassen und Safety-First!

Und ja, wir wissen dass das ganze etwas nerdy ist und auch dass der GangBang nicht unbedingt ein Sprung ist der diesen Aufwand rechtfertigt, aber hey es hat uns eben interessiert…

Happy Trails und gutes Wetter

Sven

P.S.: Der Link zum Java-Applet zur Berechnung folgt noch

Whistler baby!

Nachdem nun endlich alle Bilder sortiert sind, und die Videos einigermaßen zusammengeschnitten, will ich Euch die ersten Bilder und Eindrücke nicht länger vorenthalten.

Bevors die Bilder gibt, noch ein kleiner Bericht zum absolut genialsten Bikepark den man sich nur vorstellen kann!

Der komplette Ort Whistler war zu der Zeit als wir dort waren beinahe ausschliesslich von Bikern bewohnt! Die komplette Innenstadt war übersäht von den unterschiedlichsten Bikes – alle Marken, alle Kategorien, einfach alles von allem 🙂

Das ausleihen der Bikes war denkbar einfach: Im Internet vorreserviert (würde ich jedem Empfehlen) war es auch ein paar Euro günstiger als direkt vor Ort. Die komplette Schutzkleidung bis auf ein NeckBrace kann vor Ort für ein paar Dollar geliehen werden – also absolut kein Grund das ganze Zeug im Koffer mitzuschleppen.

Die Bikes sind alle in sehr gutem Zustand und werden täglich gewartet und durchgecheckt. Für ein paar Euro mehr gibts die Möglichkeit zwischen den unterschiedlichsten Marken (Kona, Specialized, Giant, Rocky Mountain, …. ) zu wechseln um das persönlich beste Bike zu finden. Da ich nur zwei Tage dort war wäre das jedoch nur reinste Zeitverschwendung gewesen 🙂 GIANT GLOY 8.0 mit Domain Doppelbrücke und der AVID CODE R haben Ihren Zweck mehr als erfüllt! Komplett bereift mit dem Maxxis Minion DH hab ich meinen neuen Lieblingsreifen gefunden!

Zum Park selbst: WOW! Unbeschreiblich! Gefühlt tausend Strecken die alle perfekt geshaped sind, nicht ein einziger Sprung der nicht passend zur Geschwindigkeit gepushed hat, nicht ein Anlieger der irgendwie zu eng wurde oder nennenswerte Bremshügel davor hatte.

Crank it up, Freight Train, A-Line, B-Line, Blue Velvet, Ninja Cougar, Karate Monkey, Dirt Merchant, um nur ein paar der Strecken zu nennen die ich in den zwei Tagen geschafft hab!

Die meisten Sprünge sind mit Table gebaut, als auch nicht schlimm wenn man mal zu kurz springt. Die Drops und Gaps sind schon von weitem angekündigt, und vor den „Do or Die“-Nummern stehen so viele Warnschilder dass man beim besten Willen nicht aus versehen dort landen kann!

Auf dem Crank it Up sind gefühlte 500 Sprünge bei denen einer besser ist als der andere 🙂 Die Beschreibung auf der A-Line dass jetzt technische Passagen folgen lassen alle die das Steinfeld in Wildbad fahren können nur müde lächeln 🙂 So richtige Steinpassagen hab ich keine gefunden – dafür Flow das alles zu spät ist!

Nachdem ich mich am ersten Tag noch gewundert hatte warum sich alle die Handballen mit Tape umwickelt haben kam die Antwort am zweiten Tag von ganz allein – Blasen an den Händen gehören dazu – ist ja schliesslich Downhill und kein Halma 😉

Ich könnt jetzt noch bestimmt zwei Stunden weiterschreiben ohne ein Ende zu finden, darum: WHISTLER ist DER HAMMER – man muss es selbst erlebt haben um sich ein Bild zu machen!!!!

Hier jetzt die ersten Bilder –  das Video kommt auch demnächst!

Stay tuned

SOLID BLADE AM Custom

Passend zum großen Bruder BLADE ENDURO haben wir jetzt noch die Allmountain Version mit 150mm/140mm Federweg für Euch aufgebaut.

Natürlich haben wir auch diesesmal auf ein paar Styleparts geachtet um das gute Stück noch etwas zu verschönern, auch wenn das nicht zwingend erforderlich ist 🙂

Gabel: RockShox Sektor SoloAir 150mm
Dämpfer: RockShox Ario R
Pedale: REVERSE ESCAPE
Styleparts: REVERSE COMPONENTS

Bad Wildbad Saisonauftakt

Heute waren wir in Bad Wildbad um in die Bikeparksaison zu starten. Nachdem das Wetter morgens noch nicht nach Spaß aussah, wurden wir nach ner Stunde doch mit Sonnenschein belohnt!

Für die neue Saison haben die Jungs aus Bad Wildbad ganze Arbeit geleistet! Der Shop in der Bikestation erstrahlt in neuen Farben und sieht sehr stylish aus. Die Strecken wurden hervorragend präpariert und der Bikeparkfreeride bekommt ein paar neue Elemente am Einstieg.

Die Bergbahn ist heute leider noch nicht gefahren, aber der Shuttlebus hat auch beste Dienste geleistet 🙂

Wie immer war es in Wildbad eine kleine Materialschlacht und man bringt immer etwas mit nach Hause – heute sind es schmerzen und einige Erkenntnisse:

  • Die Landung verfehlen ist schmerzhaft!
  • Adrenalin unterdrückt den Schmerz
  • Ein Fullfacehelm sieht ohne Visier besch… aus
  • Neckbrace ist jetzt schon die beste Investition seit langem
  • SOLID-Bikes machen ihrem Namen alle Ehre – nachdem sich das gute M9 um den Baum gewickelt hat waren keine Beschädigungen zu erkennen – ganz anders als beim Fahrer 🙂
  • Fahrtechnik ist durch nichts zu ersetzen
  • Du fliegst immer auf die Stellen an denen keine Protektoren sind

Was sonst noch war:

Trikots und Hosen von Troy Lee Designs scheinen in dieser Saison ganz groß in Mode zu sein. Gummibärchen fahren mittlerweile auch Downhill. Die Jungs vom Bikepark haben irgendwas großes vor direkt nach dem iXS-Drop. Remouladensoße unter der Salami schmeckt einfach nicht wirklich.

Viele Grüße aus Esslingen und einen schönes restliches Wochenende

Keep on rockin!

AlpX 2011 – Tourbericht

Am 14.08.2011 klingelt der Wecker bereits um 6h30 – zum Glück nicht verschlafen! Wochen der Vorbereitung und Organisation liegen hinter, und die Tour von St.Anton bis nach Riva vor uns. 310 Kilometer und knapp 11000 Höhenmeter. Ein zurück gibt es nicht mehr. Der Rucksack ist gepackt, das Bike gecheckt, mehr haben wir eh nicht dabei. Kann also nichts mehr schief gehen.

Dieses Jahr reisen wir mit dem Zug an. Stefan, Patrick und ich aus Nürtingen, Basti aus Salzburg. Zielbahnhof St.Anton. Die Vorfreude und ein Schaffner der lieber mit uns übers Biken redet als Fahrkarten zu kontrollieren machen die knapp acht Stunden Zugfahrt zu einem kurzweiligen Erlebnis. Auch der Schienenersatzverkehr mit Bussen von Bludenz nach St.Anton funktionierte perfekt. Die Bikes passten zwar nicht so ganz in die Halterungen, aber sind heil angekommen.

Endstation St.Anton und Basti wartet bereits auf uns und hat im Hotel eingecheckt. Zehn Minuten bergauf – kein Problem.

Zum Abendessen gabs nen Rostbraten der so dünn war dass er bereits ohne in der Pfanne gewesen zu sein Medium war – ich hab schon dickeres Carpaccio gesehen J

Nach dem Essen noch ne Runde Karten zocken und dann ab ins Bett.

Tag 1:

7 Uhr, Regen, die Frisur sitzt. Warum sollte es auch anders sein als im letzten Jahr?! Kurz die Regenpelle übergestülpt, High-Five mit den Jungs, Abfahrt – schlechtes Wetter gibt es nicht 🙂

Wir starten direkt bergauf und haben noch knapp 3500hm vor uns. Das Wetter ist extrem Wechselhaft, Jacke an, Jacke aus, Beinlinge ja oder nein.

Auf halber Strecke entdecken wir den Staudamm Kops, der schon beinahe versteckt in der Landschaft liegt und doch so riessig  ist. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher!

Weiter geht’s über ein paar nette Trails bis zur Silvrettastraße die uns unspektakulär aber schnell nach Ischgl bringt.

Dort angekommen stehen wir vor der Entscheidung 1000hm zu strampeln ohne Trails oder zuerst zu Gondeln und dann noch mal 1000hm auf den Spuren von Hans „No way“ Rey dem Salaaser Trail auf dem Bergkamm zu folgen. Dürfte klar sein wofür wir uns entschieden haben 🙂 Ab in die Gondel, weiter mit dem Sessellift und dann schieben bis zur Greitspitze. Ab hier ging es einen Sahnetrail immer am Grat entlang – links die Schweiz, rechts Österreich – die Welt lag uns zu Füßen 🙂

Nach dem Trail ist aber bekanntlich vor dem Trail und das bedeutete schuften. Eine ziemlich lange Schiebe- und Tragepassage über ein langes Geröllfeld und anschließend steil bergauf haben uns die letzten Kräfte abverlangt.

Nach knapp zehn Stunden auf dem Bike war die Heidelberger Hütte in Sichtweite und wir dreckig aber glücklich. Der letzte Trail zur Hütte war noch mal knackig und hat unsere Dämpfer auf die Probe gestellt – mit Erfolg! Ausgewaschen, schlammig, zerfahren und steil – genau wie wir es gerne haben. Im Anschluss noch eine Waschanlage für die Bikes 🙂

Wir werden auf der Hütte sehr freundlich empfangen und der Trockenraum für die Kleidung spielt uns in die Karten. In der Halbpension war ein 3-Gänge Essen enthalten das sehr zu empfehlen ist! Die Bedienungen sind sehr freundlich und zum Frühstück gibt’s alles was das Herz begehrt. Sogar Papiertüten für Pausenbrote sind vorhanden! Wir sind uns einig: An Preis/Leistung kaum zu überbieten!

Tag2:

Nachdem wir am Vorabend bei Regen ins Bett sind, war bereits um 6Uhr klar dass heute alles besser wird. Wolkenloser Himmel, ab zum Frühstück! Müsli, Wurst, Käse, Kaffee, Tee, Vollkornbrot und ein wenig Obst – so kann ein Tag starten.

Direkt vor der Türe starten wir die Schiebepassage zum Fimberpass und werden unterwegs von ein paar Hardtailfahrern überholt und belächelt – keine Angst wir sehen uns wieder, spätestens wenn Ihr auf der anderen Seite runtertragen müsst 🙂

Nach einem kurzen Luftdruckcheck am Gipfel konnte die Abfahrt beginnen. Zuerst flowig, dann technisch und steil, aber alles fahrbar – jedenfalls für uns. Im Vorbeiflug grüßen wir noch freundlich die netten Hardtailfahrer von heute morgen. Man sieht sich eben immer zweimal! Zwischendrin werden wir von einer Wandersfrau ausgebremst die ihren Rhythmus nicht wegen uns ändern wollte, na ja vielleicht hatte Sie schlecht geschlafen. Wir wünschen Ihr auf diesem Weg noch nachträglich alles gute auf der Suche nach dem perfekten flow 😉

Das erste Highlight des Tages liegt hinter uns, wir geniessen noch kurz das Panorama.

Weiter geht’s mit direktem Kurs auf die legendäre Uinaschlucht! Ein paar Meter über Asphalt waren nötig um ins nächste Tal zu gelangen. Ein notwendiges übel, aber nicht weiter schlimm. An der Einfahrt zur Schlucht werden wir noch kurz daran erinnert dass die Sicherheit vorgeht – sehr vorbildlich!

Vor Ort mussten wir feststellen dass es bis zu dem in den Fels gesprengten Weg noch ein paar Höhenmeter zu bewältigen gab. Es ging 400hm die Schlucht entlang bis wir den ersten Blick auf den schmalen Handelsweg erhaschen konnten. Nach einer kleinen Rast an einer Sennerei machten wir uns auf den Weg der Legende zu folgen 🙂

Sehr schmal und teilweise nicht abgesichert schlängelt sich der Weg im und am Fels entlang bis man nach weiteren 400hm eine Hochebene erreicht.

Solange sich Basti auf die Wassersuche begab und sich schon beinahe ausser Sichtweite befand, haben wir anderen einfach den Gebirgsbach benutzt der nach knapp 200m unseren Weg kreuzte. Um eine Erfahrung reicher bewältigten wir die letzten unwegsamen Meter zur Sesvenahütte gemeinsam. Während sich die Carbonradfahrer für das runterschieben stärken, hieß es für uns: Sattel runter, Bremsen auf, Adrenalin!

Einen Platten unterwegs im Formel-1-Style direkt vor einer Hütte innerhalb von knapp drei Minuten behoben – das wir keinen Beifall bekommen haben war alles 😉

Unspektakulär ging‘s weiter zu unserem Hotel in Morter. Beim Abendessen kam die Frage auf warum eine Bedienung ohne Wechselgeld unterwegs ist –  dieses Phänomen soll uns noch mehrmals begegnen, die Antwort bleibt jedoch aus!

Tag 3:

Die Müdigkeit am dritten Tag wurde durch eine Dusche auf der Fahrt durch Apfelplantagen vertrieben. Der Aufstieg über die Laatscher Alm zur Tarscher Hütte war nicht ohne.

Aber wir wußten ja was auf uns wartet – Kaiserschmarrn!! Danach war zwar 1 Stunde Verdauung angesagt, aber die Akkus wieder auf 100% geladen.

Ab der Tarscher Hütte hieß es schieben oder tragen bis auf den Tarscher Pass. Die Aussicht war aber jede Mühe wert und die Trails in Richtung Checkpoint St. Gertraud waren 1A. Lediglich der Schaltzug von Stefan mußte hier sein Leben lassen (R.I.P.).

In St. Getraud fanden wir Perfekte Verhältnis im Hotel vor. Räder waschen, Sauna genießen und den Waschservice voll in Anspruch nehmen. Ein geiler Abschluss eines perfekten Tages.

Tag 4:

Heute hieß es vor dem Start Schaltzug reparieren.

Durch einen Schraubenbruch wurde dies schwerer als gedacht. Nach einigen Problemen und letztendlich einem genialen Einfall von Basti konnte Schaltung und Schaltzug top repariert werden. Leider mussten wir hier einen schmerzhaften Verlust hinnehmen. Wir Gedenken in Stille an Bastis Garmin.

Auch hier hieß es nun wieder 800hm fahren und 400hm schieben. Die Pause an dem Bergbach war hier genau der richtige Energiespender.

Danach hieß es noch ein paar Höhenmeter schieben und dann nichts wie Luft raus aus den Reifen, Dämpfer checken und einen der geilsten Trails der Tour genießen. Wir alle gerieten das ein oder andere Mal immer wieder in einen „Blutrausch“. Dieser endete am Schluss der Trails mit ungewolltem Bodenkontakt noch einen Drop auf die kreuzende Schotterstraße.

Ärmel abklopfen, Wunde mit Alkohol desinfizieren und ab ins Tal. Vielen Dank an dieser Stelle an die nette Apothekerin – perfekt verarztet ging es weiter ins Hotel nach Dimaro.

Das Abendessen war, sagen wir eine echte Überraschung. Den bestellten Burger haben wir uns dann eben selbst gemacht.

Tag 5:

Nach einem typisch italienischen Frühstück bei einem Rennradteam noch schnell etwas Luft geschnorrt und mal wieder einen Schlauch in Rekordzeit getauscht bevor es losgeht. Die vom letzten Jahr bekannte Strecke von Dimaro nach Madonna die Campiglio lag vor uns. Auf 18 Kilometer ca. 800 Höhenmeter – kein Problem nach den vergangenen Tagen.

Voller Vorfreude aufs Gondeln und den höchsten Erwartungen an den Trail vom letzten Jahr war das Ergebnis eher ernüchternd. Der Trail war langweilig mit streckenweise müßigen Uphillpassagen. Kann es sein dass sich unsere Fahrtechnik im letzten Jahr so sehr verbessert hat. Anders können wir uns es nicht erklären. So schnell geht’s from Hero to Zero. Selbst die Wellen auf dem Fußgängerweg waren spaßiger.

Nach einer Runde durch den örtlichen Bikepark und einem obligatorischen Eis (Dos bollos im Becher please) gings im Nachbarhotel in die Saunalandschaft. So viel Luxus muss sein J Beim Abendessen mussten wir beinahe einstimmig feststellen: Kaninchen ist nicht so der Bringer!

Tag 6:

Gestartet sind wir wie im letzten Jahr und haben einen kleinen Frühstückstrail mitgenommen. Die drei bar im Reifen für die Strecke die vor uns liegt waren deutlich spürbar – Grip ist anders. Nachdem wir erstmal knapp 800hm bergab unterwegs waren ging es recht lange an einem Fluss entlang bevor wir den vermeintlich letzten Pass (Wie hiess der Pass?) der Tour auf Asphalt bewältigen mussten. Unterwegs noch kurz schleifende Bremsbeläge getauscht, und die restlichen Höhenmeter in Rekordzeit vernichtet. Am höchsten Punkt waren wir auf Trailsuche um ins Tal zu kommen, leider nur mit mäßigem Erfolg. Tragepassagen und teilweise umkehren trugen nicht zum Erhöhen des Spaßfaktors bei. Kurz vor dem Ziel hat uns das Navi durch den Urwald gelotst. Es war weit und breit kein Weg erkennbar, aber laut GPS waren wir richtig. Nur einzelne markierte Bäume liessen noch vermuten dass hier vor Jahren mal ein Weg entlang ging. Schieben, tragen, klettern war angesagt.

Bei den letzten Tiefenmetern über die Passstraße nach Riva haben wir noch den wunderschön gelegenen Tennosee entdeckt, den wir in der folgenden Woche auch zum Baden besucht haben. Postkartenpanorama, aber leider auch ein Steinstrand.

Für die endgültige Abfahrt nach Riva haben wir uns für den Adrenalinotrail entschieden – joaaa ganz nett, aber nicht empfehlenswert. Steil, schnell, technisch nicht wirklich anspruchsvoll und ein unnötiger Verschleiß an Bremsbelägen. Der Name hält nicht wirklich was er verspricht.

Letztendlich sind alle mehr oder weniger heil am Gardasee angekommen.

Im nächsten Jahr wird’s aber wohl eher ne Tour mit wenig Höhen- und viel Tiefenmetern!

SOLID BIKES 2012 Sonderaktion

SOLID hat einige seiner Bikes für 2012 komplett überarbeitet! Von den Details konnten wir uns auf der EUROBIKE selbst überzeugen. Teilweise wurde ein Ersatzschaltauge direkt in den Rahmen integriert, so zum Beispiel beim MISSION 9 EVO Elite.

SOLID MISSION 9 EVO Elite

SOLID MISSION 9 EVO Elite

Die Bikes können ab Dezember 2011 ausgeliefert werden, doch Ihr könnt bereits heute profitieren! Alle verbindlichen Vorbestellungen die bis zum 15.10.2011 bei uns eingehen erhalten einen Frühbucherrabatt von satten 10% auf alle Komplettbikes!

Das komplette Angebot und alle technischen Details findet Ihr hier auf der Homepage des Hersteller.

 

AlpX2011 – Bildergallerie

Nachdem ich heute in Esslingen die Trails gecheckt hatte und etwas gelangweilt zu Hause angekommen bin war noch ein bisschen Zeit fürs Aussortieren und Ordnen der Bilder unserer Alpenüberquerung. Ich will Euch die Bilder nun keine Sekunde länger vorenthalten – checkt unsere Galerie oder fangt gleich hier an zu staunen 🙂

Cheers Sven