AlpX 2011 – Tourbericht

Am 14.08.2011 klingelt der Wecker bereits um 6h30 – zum Glück nicht verschlafen! Wochen der Vorbereitung und Organisation liegen hinter, und die Tour von St.Anton bis nach Riva vor uns. 310 Kilometer und knapp 11000 Höhenmeter. Ein zurück gibt es nicht mehr. Der Rucksack ist gepackt, das Bike gecheckt, mehr haben wir eh nicht dabei. Kann also nichts mehr schief gehen.

Dieses Jahr reisen wir mit dem Zug an. Stefan, Patrick und ich aus Nürtingen, Basti aus Salzburg. Zielbahnhof St.Anton. Die Vorfreude und ein Schaffner der lieber mit uns übers Biken redet als Fahrkarten zu kontrollieren machen die knapp acht Stunden Zugfahrt zu einem kurzweiligen Erlebnis. Auch der Schienenersatzverkehr mit Bussen von Bludenz nach St.Anton funktionierte perfekt. Die Bikes passten zwar nicht so ganz in die Halterungen, aber sind heil angekommen.

Endstation St.Anton und Basti wartet bereits auf uns und hat im Hotel eingecheckt. Zehn Minuten bergauf – kein Problem.

Zum Abendessen gabs nen Rostbraten der so dünn war dass er bereits ohne in der Pfanne gewesen zu sein Medium war – ich hab schon dickeres Carpaccio gesehen J

Nach dem Essen noch ne Runde Karten zocken und dann ab ins Bett.

Tag 1:

7 Uhr, Regen, die Frisur sitzt. Warum sollte es auch anders sein als im letzten Jahr?! Kurz die Regenpelle übergestülpt, High-Five mit den Jungs, Abfahrt – schlechtes Wetter gibt es nicht 🙂

Wir starten direkt bergauf und haben noch knapp 3500hm vor uns. Das Wetter ist extrem Wechselhaft, Jacke an, Jacke aus, Beinlinge ja oder nein.

Auf halber Strecke entdecken wir den Staudamm Kops, der schon beinahe versteckt in der Landschaft liegt und doch so riessig  ist. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher!

Weiter geht’s über ein paar nette Trails bis zur Silvrettastraße die uns unspektakulär aber schnell nach Ischgl bringt.

Dort angekommen stehen wir vor der Entscheidung 1000hm zu strampeln ohne Trails oder zuerst zu Gondeln und dann noch mal 1000hm auf den Spuren von Hans „No way“ Rey dem Salaaser Trail auf dem Bergkamm zu folgen. Dürfte klar sein wofür wir uns entschieden haben 🙂 Ab in die Gondel, weiter mit dem Sessellift und dann schieben bis zur Greitspitze. Ab hier ging es einen Sahnetrail immer am Grat entlang – links die Schweiz, rechts Österreich – die Welt lag uns zu Füßen 🙂

Nach dem Trail ist aber bekanntlich vor dem Trail und das bedeutete schuften. Eine ziemlich lange Schiebe- und Tragepassage über ein langes Geröllfeld und anschließend steil bergauf haben uns die letzten Kräfte abverlangt.

Nach knapp zehn Stunden auf dem Bike war die Heidelberger Hütte in Sichtweite und wir dreckig aber glücklich. Der letzte Trail zur Hütte war noch mal knackig und hat unsere Dämpfer auf die Probe gestellt – mit Erfolg! Ausgewaschen, schlammig, zerfahren und steil – genau wie wir es gerne haben. Im Anschluss noch eine Waschanlage für die Bikes 🙂

Wir werden auf der Hütte sehr freundlich empfangen und der Trockenraum für die Kleidung spielt uns in die Karten. In der Halbpension war ein 3-Gänge Essen enthalten das sehr zu empfehlen ist! Die Bedienungen sind sehr freundlich und zum Frühstück gibt’s alles was das Herz begehrt. Sogar Papiertüten für Pausenbrote sind vorhanden! Wir sind uns einig: An Preis/Leistung kaum zu überbieten!

Tag2:

Nachdem wir am Vorabend bei Regen ins Bett sind, war bereits um 6Uhr klar dass heute alles besser wird. Wolkenloser Himmel, ab zum Frühstück! Müsli, Wurst, Käse, Kaffee, Tee, Vollkornbrot und ein wenig Obst – so kann ein Tag starten.

Direkt vor der Türe starten wir die Schiebepassage zum Fimberpass und werden unterwegs von ein paar Hardtailfahrern überholt und belächelt – keine Angst wir sehen uns wieder, spätestens wenn Ihr auf der anderen Seite runtertragen müsst 🙂

Nach einem kurzen Luftdruckcheck am Gipfel konnte die Abfahrt beginnen. Zuerst flowig, dann technisch und steil, aber alles fahrbar – jedenfalls für uns. Im Vorbeiflug grüßen wir noch freundlich die netten Hardtailfahrer von heute morgen. Man sieht sich eben immer zweimal! Zwischendrin werden wir von einer Wandersfrau ausgebremst die ihren Rhythmus nicht wegen uns ändern wollte, na ja vielleicht hatte Sie schlecht geschlafen. Wir wünschen Ihr auf diesem Weg noch nachträglich alles gute auf der Suche nach dem perfekten flow 😉

Das erste Highlight des Tages liegt hinter uns, wir geniessen noch kurz das Panorama.

Weiter geht’s mit direktem Kurs auf die legendäre Uinaschlucht! Ein paar Meter über Asphalt waren nötig um ins nächste Tal zu gelangen. Ein notwendiges übel, aber nicht weiter schlimm. An der Einfahrt zur Schlucht werden wir noch kurz daran erinnert dass die Sicherheit vorgeht – sehr vorbildlich!

Vor Ort mussten wir feststellen dass es bis zu dem in den Fels gesprengten Weg noch ein paar Höhenmeter zu bewältigen gab. Es ging 400hm die Schlucht entlang bis wir den ersten Blick auf den schmalen Handelsweg erhaschen konnten. Nach einer kleinen Rast an einer Sennerei machten wir uns auf den Weg der Legende zu folgen 🙂

Sehr schmal und teilweise nicht abgesichert schlängelt sich der Weg im und am Fels entlang bis man nach weiteren 400hm eine Hochebene erreicht.

Solange sich Basti auf die Wassersuche begab und sich schon beinahe ausser Sichtweite befand, haben wir anderen einfach den Gebirgsbach benutzt der nach knapp 200m unseren Weg kreuzte. Um eine Erfahrung reicher bewältigten wir die letzten unwegsamen Meter zur Sesvenahütte gemeinsam. Während sich die Carbonradfahrer für das runterschieben stärken, hieß es für uns: Sattel runter, Bremsen auf, Adrenalin!

Einen Platten unterwegs im Formel-1-Style direkt vor einer Hütte innerhalb von knapp drei Minuten behoben – das wir keinen Beifall bekommen haben war alles 😉

Unspektakulär ging‘s weiter zu unserem Hotel in Morter. Beim Abendessen kam die Frage auf warum eine Bedienung ohne Wechselgeld unterwegs ist –  dieses Phänomen soll uns noch mehrmals begegnen, die Antwort bleibt jedoch aus!

Tag 3:

Die Müdigkeit am dritten Tag wurde durch eine Dusche auf der Fahrt durch Apfelplantagen vertrieben. Der Aufstieg über die Laatscher Alm zur Tarscher Hütte war nicht ohne.

Aber wir wußten ja was auf uns wartet – Kaiserschmarrn!! Danach war zwar 1 Stunde Verdauung angesagt, aber die Akkus wieder auf 100% geladen.

Ab der Tarscher Hütte hieß es schieben oder tragen bis auf den Tarscher Pass. Die Aussicht war aber jede Mühe wert und die Trails in Richtung Checkpoint St. Gertraud waren 1A. Lediglich der Schaltzug von Stefan mußte hier sein Leben lassen (R.I.P.).

In St. Getraud fanden wir Perfekte Verhältnis im Hotel vor. Räder waschen, Sauna genießen und den Waschservice voll in Anspruch nehmen. Ein geiler Abschluss eines perfekten Tages.

Tag 4:

Heute hieß es vor dem Start Schaltzug reparieren.

Durch einen Schraubenbruch wurde dies schwerer als gedacht. Nach einigen Problemen und letztendlich einem genialen Einfall von Basti konnte Schaltung und Schaltzug top repariert werden. Leider mussten wir hier einen schmerzhaften Verlust hinnehmen. Wir Gedenken in Stille an Bastis Garmin.

Auch hier hieß es nun wieder 800hm fahren und 400hm schieben. Die Pause an dem Bergbach war hier genau der richtige Energiespender.

Danach hieß es noch ein paar Höhenmeter schieben und dann nichts wie Luft raus aus den Reifen, Dämpfer checken und einen der geilsten Trails der Tour genießen. Wir alle gerieten das ein oder andere Mal immer wieder in einen „Blutrausch“. Dieser endete am Schluss der Trails mit ungewolltem Bodenkontakt noch einen Drop auf die kreuzende Schotterstraße.

Ärmel abklopfen, Wunde mit Alkohol desinfizieren und ab ins Tal. Vielen Dank an dieser Stelle an die nette Apothekerin – perfekt verarztet ging es weiter ins Hotel nach Dimaro.

Das Abendessen war, sagen wir eine echte Überraschung. Den bestellten Burger haben wir uns dann eben selbst gemacht.

Tag 5:

Nach einem typisch italienischen Frühstück bei einem Rennradteam noch schnell etwas Luft geschnorrt und mal wieder einen Schlauch in Rekordzeit getauscht bevor es losgeht. Die vom letzten Jahr bekannte Strecke von Dimaro nach Madonna die Campiglio lag vor uns. Auf 18 Kilometer ca. 800 Höhenmeter – kein Problem nach den vergangenen Tagen.

Voller Vorfreude aufs Gondeln und den höchsten Erwartungen an den Trail vom letzten Jahr war das Ergebnis eher ernüchternd. Der Trail war langweilig mit streckenweise müßigen Uphillpassagen. Kann es sein dass sich unsere Fahrtechnik im letzten Jahr so sehr verbessert hat. Anders können wir uns es nicht erklären. So schnell geht’s from Hero to Zero. Selbst die Wellen auf dem Fußgängerweg waren spaßiger.

Nach einer Runde durch den örtlichen Bikepark und einem obligatorischen Eis (Dos bollos im Becher please) gings im Nachbarhotel in die Saunalandschaft. So viel Luxus muss sein J Beim Abendessen mussten wir beinahe einstimmig feststellen: Kaninchen ist nicht so der Bringer!

Tag 6:

Gestartet sind wir wie im letzten Jahr und haben einen kleinen Frühstückstrail mitgenommen. Die drei bar im Reifen für die Strecke die vor uns liegt waren deutlich spürbar – Grip ist anders. Nachdem wir erstmal knapp 800hm bergab unterwegs waren ging es recht lange an einem Fluss entlang bevor wir den vermeintlich letzten Pass (Wie hiess der Pass?) der Tour auf Asphalt bewältigen mussten. Unterwegs noch kurz schleifende Bremsbeläge getauscht, und die restlichen Höhenmeter in Rekordzeit vernichtet. Am höchsten Punkt waren wir auf Trailsuche um ins Tal zu kommen, leider nur mit mäßigem Erfolg. Tragepassagen und teilweise umkehren trugen nicht zum Erhöhen des Spaßfaktors bei. Kurz vor dem Ziel hat uns das Navi durch den Urwald gelotst. Es war weit und breit kein Weg erkennbar, aber laut GPS waren wir richtig. Nur einzelne markierte Bäume liessen noch vermuten dass hier vor Jahren mal ein Weg entlang ging. Schieben, tragen, klettern war angesagt.

Bei den letzten Tiefenmetern über die Passstraße nach Riva haben wir noch den wunderschön gelegenen Tennosee entdeckt, den wir in der folgenden Woche auch zum Baden besucht haben. Postkartenpanorama, aber leider auch ein Steinstrand.

Für die endgültige Abfahrt nach Riva haben wir uns für den Adrenalinotrail entschieden – joaaa ganz nett, aber nicht empfehlenswert. Steil, schnell, technisch nicht wirklich anspruchsvoll und ein unnötiger Verschleiß an Bremsbelägen. Der Name hält nicht wirklich was er verspricht.

Letztendlich sind alle mehr oder weniger heil am Gardasee angekommen.

Im nächsten Jahr wird’s aber wohl eher ne Tour mit wenig Höhen- und viel Tiefenmetern!

AlpX2011 – Bildergallerie

Nachdem ich heute in Esslingen die Trails gecheckt hatte und etwas gelangweilt zu Hause angekommen bin war noch ein bisschen Zeit fürs Aussortieren und Ordnen der Bilder unserer Alpenüberquerung. Ich will Euch die Bilder nun keine Sekunde länger vorenthalten – checkt unsere Galerie oder fangt gleich hier an zu staunen 🙂

Cheers Sven

AlpX2011 – rien ne va plus – nichts geht mehr

Nur noch zweimal schlafen bevor es losgeht! Aufregung und Vorfreude steigern sich so langsam auf ein beinahe unerträgliches Maß 🙂 Es ist eigentlich alles gesagt, die Fahrer sind vorgestellt, das Material ist bekannt, die Rucksäcke sind gepackt und die Hotels gebucht.

Die Körperfettreserven sind bis aufs letzte Aufgebraucht und trotzdem steckt in jedem die Angst eventuell zu wenig trainiert zu haben – dann müssen es eben die Powergels wieder mal richten 🙂

Wir sind alle heiß bis in die letzte Haarspitze – sofern diese noch vorhanden ist, und können es kaum erwarten uns aufs Bike zu schwingen und uns erneut den Alpen zu stellen! Für alle die mitfiebern wollen, hier die Tourdaten im Kurzüberblick:

Tag 1 (Montag 15.08.2011): St.Anton – Ischgl
Tag 2: Ischgl – Morter
Tag 3: Morter – St.Nikolaus
Tag 4: St.Nikolaus – Dimaro
Tag 5: Dimaro – Madonna di Campiglio
Tag 6: Madonna – RIVA DEL GARDA
 
Wir werden täglich wieder durchschnittlich 2000 Höhenmeter und 50 km in die Beine bekommen bevor wir im nächsten Hotel ankommen.

Leider mussten wir bereits vor Tourstart einen Ausfall verzeichnen den wir nur schwer verkraften können – den Platz kann keiner ersetzen – wir sehen uns am See für „Cuba Libre without sugar“!!!

Hier noch ein paar news die uns unter den Nägeln brennen:

Während die einen damit kämpfen noch rechtzeitig nen Fat Albert in 2.4 zu bekommen, hat sich Patrick – DIRTY PAT – ernsthaft den DIRTY DAN aufgezogen und will damit die Alpen überqueren. Was aus einer – im wahrsten Sinne des Wortes – Schnapsidee werden kann 🙂 Ob das gut geht? Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Besondere Rahmen in diesem Jahr erfordern besondere Lösungen – da wo die Getränkehalter aufgrund der Umlenkungen für den Hinterbau keinen Platz finden können, ist Kreativität und schwäbischer Erfindergeist gefragt – bisher ohne Erfolg 🙂

Das Highlight vom Vorjahr darf natürlich in diesem Jahr nicht fehlen! So gut und leicht waren drei Euro für Schuhe noch nie angelegt – die Sagenumwobenen KungFu-Ballerinas vom Decathlon  passen in jeden Rucksack und sind gewichtsoptimiert, an Style kaum zu überbieten und uneingeschränkt gesellschaftsfähig.:-)

Wir versuchen natürlich so viel wie möglich über die Tour zu berichten, werden jedoch in diesem Jahr auch etwas Rücksicht auf diejenige nehmen leider nicht an der Tour teilnehmen können!

Die nächsten News folgen von der Tour,

stay tuned

Sven

 

AlpX2011 – Braking News

Nicht mal mehr vier Wochen bis zur Abfahrt und die Ereignisse überschlagen sich 🙂

Patrick hat sich ein neues Bike gegönnt und steht jetzt auch in Sachen Federweg in nichts mehr zurück – an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum neuen Specialized Enduro Evo! Die Fox Van an der Vorderachse und der DHX4.0 am Hinterbau sorgen für den Kontakt zum Boden auch auf ruppigen Trails!

Patricks Bike

ENDURO EXPERT EVO

Unser Event „Biken – Schrauben – Grillen“ war ein voller Erfolg! Die Bikes sehen wieder aus wie neu und sind komplett gewartet – bereit um wieder komplett eingesaut zu werden – WIR LIEBEN DRECK! 🙂

Davor gings noch zum Hohen Neuffen und für ein paar von uns noch auf die Teck –  in diesem Zug muss auch der Fitnesscheck korrigiert werden! Alle werte bleiben unverändert bis auch Bastis – hier muss auf jeden Fall nach oben korrigiert werde: Satte 15 Punkte ohne weitere Kommentare! Hier gehts zum Artikel.

Und damit der Beitrag nicht zu kurz wird, hier noch ein paar Techniktipps 🙂

Serpentinenfahren: In den Steilkurven ist mit zunehmender Schräglage in Verbindung mit Verlagerung des Körpergewichts in Richtung Hinterrad mit abnehmenden Grip am Vorderrad zu rechnen.

Plötzlich auftretende Schleif- und Kratzgeräusche könnten von einem lose umherfliegenden Bike kommen – Bitte umgehend prüfen ob man selbst noch auf dem Bike sitzt 😉

Stürze auf engen Trails: Vor dem Absprung über eine Kante muss geprüft werden ob ein Stein nach der Landung das Vorderrad am weiterrollen hindert. Sollte das Prüfen vergessen und mit einer unfreiwillig akrobatischen Einlage bestraft werden, sind folgende Punkte zu beachten.

–       Bei Stürzen in unmittelbarer Nähe zu Matschlöchern ist auf einem Mindestabstand zwischen Gesicht und Pfütze von 10cm zu achten.

–       Nach einem Überschlag in einen Dornenbusch ist eine Landung auf dem Rücken in der Käferstellung nur bedingt zu empfehlen. Wichtig ist hierbei dass man sich möglichst unbeobachtet aus der Hecke herauswälzt um spöttisches Gelächter zu vermeiden 🙂

Biketransport: Beim Tragen der Bikes sollte auf die Pins der Plattformpedale geachtet werden. Wenn man sich diese schon ins Schienbein oder die Wade rammt ist es von Vorteil die Schrammen so zu platzieren dass man es später auch als Fahrunfall verkaufen kann 🙂

Zum Schluss noch ein Hinweis an alle Fahrer mit Scheibenbremsen – kommt nur nicht auf die Idee mit zu viel Öl in der Leitung zu starten. Als die Beläge auf 2500m Höhe getauscht werden mussten wurde festgestellt dass beim letzten Entlüften die Kolben nicht komplett zurückgedrückt waren und dadurch zuviel Öl in der Leitung ist. Das Resultat: Die neuen Beläge haben nicht mehr reingepasst! Also doch nochmal die alten Beläge rein in der Hoffnung dass alles hält – zum Glück ist das gut gegangen 🙂 Zum Glück haben die meisten von uns entweder neue Bremsen oder haben am Wochenende die Beläge getauscht!

Keep on riding – bis zum nächsten Countdown

 

AlpX2011 – Bikecheck

Dieses Jahr steht die Alpenüberquerung unter dem Motto: „Federweg ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch noch mehr Federweg“. Seit letztem Jahr hat sich einiges an der Ausrüstung getan – neue Bikes, neue Laufräder, neues Cockpit, breite Lenker, alles neu und alles geil! Aber auch alles schwererJ Natürlich steht hier ausschliesslich der Gedanke an die Sicherheit im Vordergrund 😉

Basti hat sein Lapierre Zesty gegen ein Froggy vom selben Hersteller getauscht und ist mit seinen 180/180mm Federweg schon stark Freeridelastig unterwegs. Die FOX VAN Gabel ist Ölgedämpft und wird wohl nach dem Ölwechsel jede zu erwartenden Unebenheit einfach wegbügeln. Fürs präzise und knackige Schalten sorgt eine Kombination aus SLX-Umwerfer und X.0 Schaltwerk. Mit knapp 17kg das schwerste Bike im Feld, und damit 4kg mehr unterm Hintern als letztes Jahr.

Für die Verzögerung auf den Trails sorgt die Doppelkolbenbremse SAINT von SHIMANO mit 200er Bremsscheiben.

Sven hat sein Focus Thunder Pro gegen ein SOLID Blade Enduro getauscht und ist somit auch dem Trend nach mehr Federweg gefolgt. Für optimale Dämpfung sorgen hier eine ROCK SHOX Lyric 2-Step mit 160mm und ein Marzocchi TST am Hinterbau. Das technische Highlight ist die Hammerschmidtkurbel mit Planetengetriebe – yeeeaahhhh! Das Surren im Overdrive und das Rattern der Sperrklinken im Freilauf bieten die Vorlage für den neuen Nickname – The Rattlesnake – wir werden sehen ob es so bleibt. Für die optimale Bremskraft sorgt die AVID ELIXIR R mit 200mm Bremsscheiben. Mit einem Gesamtgewicht von ziemlich genau 16kg auch einer der schwereren Kandidaten im Feld.

 

Mit einem CUBE FRIZZ gehen Stefan und Sven K. ins rennen. Das Bike ist bereits bekannt aus dem letzten Jahr und wie sich gezeigt hat perfekt geeignet für eine Alpenüberquerung. Mit der FOX Talas und dem RP23 sind die Jungs auch bestens für alle Holperstrecken und technische Passagen ausgerüstet. Zur Bremse brauchen wir wohl keine weiteren Worte verlieren – FORMULA THE ONE – der Name ist Programm! Das Gewicht liegt wohl so bei 15kg. Die Cockpits wurden und werden umgebaut – breiter und kürzer ist der Trend!

 

Patrick, unsere Rennradler, wie sollte es auch anders sein, hat mit seinem SPECIALZICED STUMPJUMPER FSR Carbon das leichteste Bike von allen! Trotz einiger Skepsis von den anderen Teilnehmern hat er sich für ein Carbonrahmen entschieden und geht davon aus dass dieser alle Strapazen und eventuell unfreiwillige Abstiege übersteht – wir hoffen es! Mit einer Talas an der Vorderachse und einem Braindämpfersystem am Hinterbau steht dem alpinen Spaß nichts im Weg.

Leider gibts dazu kein aktuelles Bild!

 

Alles in allem sind wieder nur technische Leckerbissen unterwegs die uns hoffentlich sicher über die Alpen bringen!

Keep on rollin!

AlpX2011 – Fitnesscheck

Heute der von allen gefürchtete Fitnesscheck!

Jetzt wird abgerechnet und jedes noch so schmutzige Detail wird ans Tageslicht gebracht – wer in dem folgenden Bericht wider erwarten einen Funken Wahrheit findet, hat ja immerhin noch sieben Wochen Zeit zu trainieren 🙂

Im Anschluss der Kurzberichte wird eine Schätzung über den aktuellen Trainingsstand abgegeben. Die Skala reicht von 1 bis 15 und ist wie folgt aufgeschlüsselt:

1-2: Fussgänger
2-3: Fahrradklingelbenutzer
3-4: Bergaufschieber
4-5: Windschattenschnorrer
5-6: Tourenbiker
6-7: Bergabbremser
7-8: Federwegbenutzer
8-9: Bremsbelagvernichter
9-10: Alpenüberquerer
10-12: Bergaufbremser
12-15: Endgegnertyp

 

Der Fitnessfaktor wird nach folgender, leicht verständlicher Formel berechnet 🙂

 

Begriffserklärung:
FF= Fitnessfaktor
n =  Gesamtanzahl der Trainingswochen
i = Index für die einzelnen Trainingswochen
x = Trainingsintensität (1-10)
y = Heimlichkeitsfaktor (1-10)
BMI=Body Maß Index

Die genannten Werte sind schätzwerte und können je nach Grad der Heimlichtuerei, Trainingsintensität und BMI variieren.

Patrick Bosch: Die brachialen Waden lassen die Kollegen vor Ehrfurcht erstarren! Für die täglichen 1000 Höhenmeter hat er sich extra ein Gerüst ans Haus gebaut. Um die Trainingszeit zusätzlich sinnvoll zu nutzen hat er nebenher noch kurz die Isolierung erneuert und ne neue Dachrinne angebracht – dafür bekommt er die vollen zehn Punkte was Synergieeffekte angeht.

Für das Techniktraining wird der Garten mit einem extra angeschafften Bagger zum Dirtpark umgebaut. Gute Vorbereitung ist eben alles!

Fitnessfaktor: 9,1

 

Stefan Weber: Der gefürchtete Neuling lässt keine Details über sein Training durchsickern. Geheimen Informationen zu Folge hat er unter Ausschluss der Öffentlichkeit mehrere Trainingseinheiten am Lago Maggiore absolviert. Sogar der morgendliche Weg zum Bäcker soll Tragepassagen enthalten haben. Ein verrückter Typ!!! 😉

Als Personaltrainer für Ausdauerwettbewerbe getarnt sorgt er für den weiteren Ausbau seiner Kondition und ist bereit für den Titelkampf. Wird es dieses Jahr etwa einen „Clockwork Stefan“ geben? Nasty nimm dich in acht!!!

Fitnessfaktor: 11,34

 

Basti Baumgärtner, der Titelverteidiger aus dem letzten Jahr legt die Messlatte noch ein Stück höher. Mit schwererem Material will er trotzdem ganz vorne dabei sein. Auch er lässt nur wenig über sein aktuelles Training durchsickern. Bei seinem Zweitwohnsitz in der Salzburger Gegend befindet er sich seit einiger Zeit im Höhentrainingslager. Diese Information konnte nur aufgrund unvorsichtiger Handhabung eines sozialen Netzwerks an die Öffentlichkeit gelangen und wurde bisher weder dementiert noch bestätigt. Ein als Ausflug getarnter Spionagetrip nach Salzburg ergab ein paar Einblicke ins aktuelle Training – dem Verfasser steht jetzt noch Angstschweiss auf der Stirn!!

Fitnessfaktor: 11,08

 

Sven Kirchner: Er setzt auf wechselnde Trainingspartner um möglichst unterschiedliche Anreize zu setzen und so von allen Trainingsvarianten das Beste für sich herauszuziehen. Von der gemütlichen Tour zum See um die innere Ruhe zu finden, bis hin zu Touren zu den örtlichen Burgen gehört alles in sein Trainingsprogramm. Durch Alternativsportarten wie Windsurfen versucht er nicht nur die Kondition sondern auch die Balance zu optimieren. Dem Trend zum Auswärtstrainingslager ist auch er gefolgt und hat sich in einer Nacht und Nebelaktion mit dem Bike im Gepäck aus dem Staub gemacht um seine individuelle Anaerobe Schwelle zu optimieren.

Fitnessfaktor: 8,1

 

Sven Staiger: Um jedem Dopingverdacht entgegen zu wirken hat er sich entschlossen seine Trainingseinheiten nicht vor der Öffentlichkeit zu verstecken – wobei er das Doping von allen wohl am nötigsten hätte! Schiebepassagen wurden am Wochenende ausgiebig trainiert, aufgrund eines technischen Defekts allerdings nur bergab!

Fitnessfaktor: 8,3

 

Es ist unschwer zu erkennen dass sich ein Trend zu Trainingseinheiten unter Geheimhaltung abzeichnet. Die Fitnessfaktoren haben überall noch Luft nach oben, beim einen mehr, beim anderen weniger J

Die Vorbereitung bleibt Spannend bis zum Schluss, doch spätestens am 15.08.2011 kommt die Wahrheit ans Licht und wir erhalten eine Antwort auf die Frage: „Haben wir genug trainiert?“

 

AlpX2011 – Die Fahrer

Heute wollen wir Euch die Truppe vorstellen die sich in diesem Jahr in das Abenteuer Alpenüberquerung stürzen will. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat die Gruppe eine kleine Verstärkung bekommen, so starten dieses Jahr anstatt vier nun fünf Personen. Auf unseren Materialfahrer „Oli el Materialo“ müssen wir dieses Mal leider verzichten, sind uns jedoch sicher dass wir eine würdige Vertretung gefunden haben:

 

Die neuen:

Patrick Bosch, eigentlich ein leidenschaftlicher Rennradfaher, hat sich vom Mountainbikevirus infizieren lassen und ist mit seinem neu angeschafften Bike kaum zu bremsen. Es wird gemunkelt dass jede seiner Waden von einem eigenen Herz versorgt wird um die enorme Kraft aufs Pedal zu bringen. Genau jene Kraft bringt ihm die Chance auf den Titel des diesjährigen „el Materialo“ J

Aufgaben: Materialtest,

Stefan Weber, das Konditionstier. Zum Redaktionsschluss waren keine genauen Daten bekannt, da er sich bisher nur in streng Geheimen Trainingslagern mit Technikguides aufgehalten hat. Die Angst vor seinen Leistungen soll folgender Dialog verdeutlichen:

Person 1: „Hat der Stefan schon viel trainiert?“
Person 2: „Glaub nicht.“
Person 1: „Zum Glück! Wenn der nix mehr macht isch er trotzdem noch fitter als ich noch werden kann!“

Aufgaben: Crashtest auf Steilabfahrten, gute Laune, Weltfriedensbeauftragter, mobiler Werkzeugdienst

 

Die bekannten:

Sven „Ibu 600“ Kirchner, wird seinem Motto „Faster – Harder –Kirchner“ treu bleiben und auch in diesem Jahr hart am Limit fahren um seine Grenzen mit Hilfe der Packungsbeilage neu auszuloten.

Aufgaben: medizinische Versorgung, gute Laune, Griptest der Reifen

Basti „Clockwork Nasty“ Baumgärtner (links im Bild), muss sich in diesem Jahr vor den neuen in Acht nehmen um seinen Titel zu behalten. Aber mit den Bergen rund um Salzburg hat er die besten Trainingsvoraussetzungen um uns einen spannenden Titelkampf liefern zu können.

Aufgaben: Navigation, Kartenwart, Vorhut, Helitransport, Tragepassagen finden

Sven „Moses“ Staiger (rechts im Bild), hat in diesem Jahr nicht vor erneut ein Meer zu teilen, sondern hofft auf sechs Tage Sonnenschein und einen neuen Titel. „The Rattlesnake“ ist wohl gerade hoch im Kurs, doch dazu mehr im Technikcheck J

Aufgaben: Navigation, Tourplanung, Tourkasse, Dornenbuschpflege

 

AlpX2011 – Countdown

T minus zehn Wochen: Wie die Zeit vergeht! Die Erinnerungen vom letzten Jahr sind noch unverwaschen, die Wunden noch nicht vollständig verheilt und der nächste Termin steht schon ins Haus.

Wie bereits erwähnt sind es gerade mal noch zehn Wochen bis zum Start der Alpenüberquerung 2011. Wie im letzten Jahr wird es auch dieses Mal wieder einen wöchentlichen Countdownbericht geben in dem jeder sein Fett abbekommt 😉

Angriffe auf die einzelnen Personen sollten bitte nicht ernst genommen werden!!!

Um bei meinen Kollegen nicht gleich in Ungnade zu fallen, starten wir heute mit der Tourvorstellung:

Auf die erbrachte Leistung aus dem letzten Jahr wollen wir noch eins oben drauf setzen. 320km bei knapp 12000 Höhenmetern sollen es dieses Jahr werden. Gestartet wird in St.Anton in Richtung Ischgl und dann zur Heidelberger Hütte um die erste Nacht zu verbringen. Bis dahin dürften wir die ersten 2000 Höhenmeter in den Beinen haben und werden den Ausblick genießen.

Der zweite Tag startet direkt mit einer Schiebe und Tragepassage zum Fimberpass hinauf und führt uns durch das Val dÙina, eine Schlucht die nur durch ein in den Fels gesprengten Weg zu durchqueren ist und unsere Schwindelfreiheit auf die Probe stellen wird.

Am dritten Tag werden wir wieder einem alten Bekannten begegnen – dem Tarscher Pass. Die Auffahrt erfolgt dieses Mal von der nordwestlichen Seite, die Abfahrt wird die Selbe sein wie im letzten Jahr. Abends erwartet uns dann wieder ein Wellnesshotel mit sehr leckerem Essen und wahrscheinlich wieder zu kleinen Portionen 🙂

Der vierte Tag wird wohl die emotionalsten Erinnerung an den Tag rufen – wir starten zum Rabbijoch und freuen uns auf die Megatrails die wir bereits aus dem Vorjahr kennen! Wenn wir darauf achten auf halber Höhe nicht am Einstieg des Trails ins Tal vorbeizuschiessen, dann werden es 2000 Tiefenmeter absolute Sahnetrails die von flowig bis technisch verblockt alles bieten was das Herz begehrt. Das wird garantiert wieder legendär!!!

Tag fünf führt uns über die bekannte Strecke nach Madonna di Campiglio um den halben Tag wieder mit Gondeln zu verbringen – dieses mal mit vernünftigen Helmkameras 🙂

Der letzte Tag führt uns über noch unbekanntes Terrain direkt nach Riva del Garda wo wir uns ein Restaurant suchen werden die Lasagne in Bikerfreundlichen Portionen anbieten!

Wie die einzelnen Chancen stehen die Strecke zu überstehen und wer sein Material optimiert oder erneuert hat erfahrt ihr in den nächsten Wochen.

Stay tuned

Sven

 

AlpX2011 – Die Tourdaten

Oh ja, die Tour ist geplant die Hotels sind angefragt und der Adrenalinspiegel ist schon jenseits von gut und böse – kurz gesagt: WIR SIND HEIß!!!

Wir haben uns wieder für 10000hm und knapp 300km entschieden. Start ist dieses Jahr in St.Anton von wo aus wir nach Ischgl fahren werden um unsere erste Nacht auf der Heidelberger Hütte zu verbringen. Der zweite Tag wird uns unter anderem durch die Uinaschlucht führen, wo unsere Schwindelfreiheit und Nervenstärke auf die Probe gestellt wird – warum? Einfach mal Googeln 🙂 Der dritte Tag führt uns über den Tarscher Pass, den wir, ebenso wie das Rabbijoch am vierten Tag, noch aus dem Vorjahr kennen! Der fünfte Tag soll wieder zur Entspannung dienen und führt nur von Male nach Madonna die Campiglio, wo hoffentlich die Gondeln in Betrieb sein werden – Freerideday 🙂 Der letzte Tag bringt uns von etwas weiter westlich als im Vorjahr nach Riva in der Hoffnung einen Megatrail zum Hafen zu finden – falls nicht shutteln wir einfach zum 601 🙂 Shake it like a polaroid picture 🙂

Die Tour könnt ihr hier erkunden! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Uli Stanciu der uns bei der Tourerstellung mit seiner Erfahrung unterstützt hat!

Wir halten Euch natürlich über die weiteren Vorbereitungen auf dem Laufenden.

Happy trails

Sven

Trikot 2011 – here we go again

Es ist wieder soweit und die Strecke zur Alpenüberquerung für 2011 ist geplant und das Trikot entworfen.

Wir haben uns dieses Mal für ein Freerideshirt entschieden und werden auf Sponsoraufdrucke verzichten! Es ist zwar etwas kurzfristig, aber bei Interesse habt Ihr bis zum 30.01.2011 Zeit Eure Bestellung aufzugeben. Das Trikot kostet 60€!

Nutzt zur Bestellung bitte unser Kontaktformular – und bitte nur ernstgemeinte Bestellungen!!!

Das neue Trikot

Die Farben werden beim Druck etwas dunkler und kräftiger.

Greetz Sven