ESNOS – Druckpunkt – Hans Dampf

Nachdem ich endlich mal Zeit gefunden hab an meinem eigenen Bike zu schrauben hab ich die Bremsen entlüftet – unglaublich wieviel Luft da reinpasst und dass die Bremse immernoch „funktioniert“ hat 🙂

Da mein FatAlbert am Ende war, meine Notbereifung BigBetty nicht unbedingt mein Lieblingsreifen ist musste was neues her. Ich hab mich dafür entschieden mal den HansDampf zu testen, und was soll ich sagen, DANKE SCHWALBE dass ihr meinen neuen Lieblingsreifen gebaut habt 🙂

Rollwiderstand und Grip passen – jedenfalls auf trockener Strecke – Haltbarkeit bleibt abzuwarten, aber mal ehrlich, zählt von Euch jemand die Kilometer am Hinterreifen?

Die Feierabendrunde hat richtig Spaß gemacht und ich hatte das Gefühl einer ordentlichen Bremse beinahe schon vergessen und war beinahe mit der neuen Bremsleistung überfordert 🙂

Das einzige was heute den Fahrspaß etwas getrübt hat war der querliegende Baum/Gestrüpp auf dem unteren Teil der ESNOS! Vorgestern war der noch nicht da, und seither hat es nicht wirklich gestürmt, und es wäre schon ein ziemlicher Zufall dass dieses Zeug direkt auf den „Double“ fällt – soll jeder denken was er will…

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An dieser Stelle mal wieder vielen Dank an die Heinzelmännchen, die auch sicher diesesmal für die erneute Befahrbarkeit der Strecke sorgen werden – thx a lot!!!

Gute Nacht und keep on riding

Sven

Zwei-Meter-Regelung bleibt in BW

Es bestand ein wenig Hoffnung dass auch wir in BW in Zukunft ganz legal auf den schönen schmalen Trails in unseren Wäldern unterwegs sind, und dann reisst einen folgender Zeitungsartikel aus den Bikerträumen:

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Eigentlich versuchen wir ja hier immer politisch neutral zu bleiben, aber so einen Schwachsinn wie „Die bestehende Zwei-Meter-Regelung hat sich bewährt“ kann nur von einem grünen Politiker kommen. Ich will hier nicht die Partei im allgemeinen angreifen, aber diese Entscheidung ist einfach bescheuert – alle um uns herum schaffen es die Wegbreitenregelung zukunftsorientiert und zeitgemäß auszulegen oder zu ändern, aber wir – die anscheinend alles können – schaffen es nicht! Vielen Dank Herr Bonde!!! Haben Sie sich denn auch mit Vereinen oder Verbänden (z.B. DIMB) der Mountainbikeszene unterhalten, oder plappern Sie nur nach was Ihnen vorgelegt wird?

Wir können eben doch nicht alles – aber wir dürfen jetzt zuschauen wie sich andere Bundesländer den Bike-Tourismus zu nutze machen und dann wundern sich am Ende wieder alle warum das mit den Naherholungsgebieten und der Auslastung von Unterkünften bei uns im Sommer einfach nicht klappen will!!! (Zitat: „Blos von de Wanderer kosch em Sommer et leba“) Klar, hier will ja keiner Biken…

Wir würden unsere Biketouren sehr gerne auch in Baden-Württemberg planen, aber den Spaß haben wir nur in den umliegenden Bundesländern oder dann im Ausland wie Österreich, Schweiz und manchmal sogar in Frankreich.

Und ja Herr Bonde, sie werden es ahnen, wir fahren dort mit dem Auto hin, weils mit dem Fahrrad zu lange dauert – wie gut dass für unsere Ökobilanz ist kann natürlich zu Recht in Frage gestellt werden. Es könnte so einfach sein – WEG MIT DER WEGBREITENREGELUNG

Verständnislose Grüße

Sven

Kitzsteinhorn – das Trailfeuerwerk?

Eins vorweg, nachdem ich unten war musste ich plötzlich an folgendes Filmzitat denken:

„Was liest du da?“ – „Große Erwartungen.“ – „Und wie isses?“ – „Hab mir mehr davon erhofft!“

Nachdem in der letzten Freeride so ausgiebig von den Trails am Kitzsteinhorn geschwärmt wurde, wollten wir es uns nicht nehmen lassen auf dem eh geplanten Wellnesswochenende einen kleinen Abstecher zu machen um uns selbst vom Trailfeuerwerk faszinieren zu lassen – oder auch nicht!

Im Folgenden ein (fast) neutraler Bericht zu den drei Freeridetrails am Kitzsteinhorn.

Der oberste „Geißstein-Trail“ startet am Alpincenter auf ca. 2400m, war aber aufgrund des schlechten Wetters und Schnee nicht befahrbar – die Bikes wurden aus Sicherheitsgründen erst gar nicht nach ganz oben befördert. Ok, Safety first, war wirklich zu viel Schnee um zu fahren! Aber der Trail kann unmöglich so gut sein um den Rest zu kompensieren.

Der zweite Teil ist der „Wüstlau-Trail“, der über 7.700 m Länge und 1070 m Höhendifferenz von der Häuslalm über Almböden und Wald bis ins Tal führt. Der teilweise technisch anspruchsvolle Trail ist gespickt mit Spitzkehren, Anliegerkurven und einigen Stein- und Wurzelpassagen, führt allerdings auch viel zu viele Meter über normale Roadtrails.

Der Einstieg direkt unter der Gondel ist spaßig und enthält schön gebaute Anlieger mit ein paar kleinen Sprüngen, perfekt zum warm werden. Allerdings fehlt dann ein würdiger Anschluss und es kommt schon beinahe etwas Langeweile auf.

Interessant wird es erst wieder im letzten Drittel, am Abzweig zum Bachlertrail – hier ist der Einstieg schon recht sportlich, und man sollte sich nicht vor steilen Spitzkehren fürchten bei denen auch mal das Hinterrad versetzen werden muss um rumzukommen.

Aber auch hier fehlt etwas die Abwechslung da nach den ersten Kurven keine neue Herausforderung ansteht.

Etwas flowiger wird’s im allerletzten Stück bei dem man den langen Serpentinen bis ins Tal folgt. Richtungswechsel gibt’s auch wieder über Spitzkehren die aber alles in allem easy zu fahren sind. Die geraden Stücke sind etwas felsig, aber weit davon entfernt ein Big-Bike zu rechtfertigen – mit 160mm war ich bestens ausgerüstet, und die Bezeichnung „verblockt“ wäre wirklich weit hergeholt!

Im Tal angekommen schoss mir das oben genannte Filmzitat in den Kopf direkt gefolgt von: „Das wars schon?!??!“ – Nicht ganz, der Bachler Trail war meine letzte Hoffnung, also ab zur Maiskogelbahn die einen auf beinahe direktem Weg zum Trail bringt. An dieser Stelle vielen Dank noch mal an Hubert von der Bergbahn der mich auch ohne genügend Bargeld mit nach oben genommen hat – „Gibst mr was d’ hast. Bassd scho!“

Hier passt die Beschreibung zum Trail – für Anfänger geeignet mit ein paar schönen Anliegern und kleinen Sprüngen – ein spaßiger Abschluss, nicht mehr, nicht weniger!

Es soll auf keinen Fall so rüberkommen als ob man auf den ganzen Trails dort keinen Spaß haben kann, aber von einem angekündigten Trailfeuerwerk hätte ich einfach mehr erwartet.

Vielleicht bin ich aber auch einfach nur von den Trails auf unseren Alpenüberquerungen verwöhnt…

Also liebe FREERIDE, falls dass hier jemand lesen sollte, bitte mit Superlativen in Euren Beschreibungen etwas sparsamer umgehen, auch wenn’s den Artikel interessanter macht.

Hier noch ein paar Fakten:

Die Bergfahrt zum Alpincenter (Einstieg Geißstein-Trail) kostet 23€, und die bis zur Bergstation der ersten Gondel  liegt bei 13€ – von hier aus kann man in den „Wüstlau-Trail“ einsteigen. Im Preis enthalten sind 2€ Pfand, die man allerdings nur wieder bekommt wenn man nach der Abfahrt wieder zur Talstation zurückstrampelt.

Die Beförderung vom Bike ist kostenlos und die kompletten Trails sind vorbildlich ausgeschildert.

Kulturschock inklusive: Nicht dass es ein Problem wäre, aber wir waren dann doch sehr überrascht dass 90% der Touristen komplett schwarz verhüllte Frauen bei sich hatten und die Männer einheitlich in Trainingshosen aus den 80ern rumgelaufen sind..

FAZIT: Wenn Ihr sowieso dort sein solltet lohnt es sich auf jeden Fall eine Testrunde auf den Trails zu drehen. Wer überlegt extra hinzufahren sollte  doch lieber direkt nach Leogang oder Saalbach fahren und das Big-Bike einpacken!

Wenn Ihr auf der Suche nach einem hochalpinen Trail seid, fahrt besser nach Innsbruck an die Nordkette oder schaut mal an der Zugspitze vorbei.

Um dem mangelnden Downhilladrenalin noch auf die Sprünge zu helfen haben wir uns noch zu einem actionreichen Alternativprogramm hinreißen lassen J

Ein paar Eindrücke von der Gegend und unserem Aufenthalt findet Ihr in der Gallerie, die GPS-Daten zu den Trails gibt’s direkt auf der Homepage vom Kitzsteinhorn.

Ride on,

Sven

 

 

ENDSEASON-RIDE in Bad Wildbad

Trotz schlechter Wetteraussichten, die dann letztendlich auch eingetroffen sind, waren wir am Sonntag in Bad Wildbad, um ein paar weitere Tiefenmeter auf der Downhillstrecke zu sammeln. Zum letzten Mal für dieses Jahr, jedenfalls während den offiziellen Öffnungszeiten.

Treffpunkt war oben an der Bergbahn, wo mir das leuchtende gelb von Bastis neuem Spielzeug sofort entgegenleuchtete 🙂 Ein NORCO AURUM 2012 direkt nach seiner Jungfernfahrt – nicht lang rumlabern, ab auf die Strecke um das gute Stück in Aktion zu sehen.

Vom vielen Regen etwas ausgespülter als sonst, war die Strecke entgegen unseren Erwartungen mal wieder erstaunlich griffig – von ein paar querliegenden Wurzeln mal abgesehen.

Aber wie war das noch mal: Bremse auf, Kette rechts, Geschwindigkeit stabilisiert! Das Fahrwerk und der Reifen machen den Rest.

Der Boden schluckt zum Glück viel Wasser, und zwischen den Steinen haben sich kaum Pfützen gebildet, darum sahen wir zum Schluss auch verhältnismäßig sauber aus – vielleicht lags aber auch daran, dass wir so wenig Bodenkontakt hatten, dass gar nichts spritzen konnte 🙂 Die Wahrheit werden wir wohl mit ins Grab nehmen…

Zeugen gab es keine, da wir die einzigen waren die sich auf dem DH rumgetrieben haben – eben keine Warmduscher 😉

Nach vier Abfahrten hatten wir allerdings genug, da aus dem leichten Niesel mittlerweile ein ordentlicher Wolkenbruch wurde und die einsetzende Dämmerung nicht unbedingt für besserer Sichtverhältnisse gesorgt hat.

Nach dem obligatorischen Feierabendbier/Spezi noch kurz die Bikes abgespritzt und verladen, und auf dem Heimweg schon wieder in Gedanken an das Saisonopening im nächsten Jahr 🙂

Wieder mal haben wir festgestellt dass noch Luft nach oben ist, aber auch dass die Luft nach unten immer mehr wird.

Jetzt mal schauen was der Winter bringt, vielleicht finden sich ein paar schneefreie Tage an denen man noch mal los kann – schlechtes Wetter gibt’s nicht, nur schlechte Kleidung – also Winterjacke an, Bike raus und Abfahrt!

Was macht Ihr in der Winterpause?

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Ride fast, have fun

Sven

Whistler baby!

Nachdem nun endlich alle Bilder sortiert sind, und die Videos einigermaßen zusammengeschnitten, will ich Euch die ersten Bilder und Eindrücke nicht länger vorenthalten.

Bevors die Bilder gibt, noch ein kleiner Bericht zum absolut genialsten Bikepark den man sich nur vorstellen kann!

Der komplette Ort Whistler war zu der Zeit als wir dort waren beinahe ausschliesslich von Bikern bewohnt! Die komplette Innenstadt war übersäht von den unterschiedlichsten Bikes – alle Marken, alle Kategorien, einfach alles von allem 🙂

Das ausleihen der Bikes war denkbar einfach: Im Internet vorreserviert (würde ich jedem Empfehlen) war es auch ein paar Euro günstiger als direkt vor Ort. Die komplette Schutzkleidung bis auf ein NeckBrace kann vor Ort für ein paar Dollar geliehen werden – also absolut kein Grund das ganze Zeug im Koffer mitzuschleppen.

Die Bikes sind alle in sehr gutem Zustand und werden täglich gewartet und durchgecheckt. Für ein paar Euro mehr gibts die Möglichkeit zwischen den unterschiedlichsten Marken (Kona, Specialized, Giant, Rocky Mountain, …. ) zu wechseln um das persönlich beste Bike zu finden. Da ich nur zwei Tage dort war wäre das jedoch nur reinste Zeitverschwendung gewesen 🙂 GIANT GLOY 8.0 mit Domain Doppelbrücke und der AVID CODE R haben Ihren Zweck mehr als erfüllt! Komplett bereift mit dem Maxxis Minion DH hab ich meinen neuen Lieblingsreifen gefunden!

Zum Park selbst: WOW! Unbeschreiblich! Gefühlt tausend Strecken die alle perfekt geshaped sind, nicht ein einziger Sprung der nicht passend zur Geschwindigkeit gepushed hat, nicht ein Anlieger der irgendwie zu eng wurde oder nennenswerte Bremshügel davor hatte.

Crank it up, Freight Train, A-Line, B-Line, Blue Velvet, Ninja Cougar, Karate Monkey, Dirt Merchant, um nur ein paar der Strecken zu nennen die ich in den zwei Tagen geschafft hab!

Die meisten Sprünge sind mit Table gebaut, als auch nicht schlimm wenn man mal zu kurz springt. Die Drops und Gaps sind schon von weitem angekündigt, und vor den „Do or Die“-Nummern stehen so viele Warnschilder dass man beim besten Willen nicht aus versehen dort landen kann!

Auf dem Crank it Up sind gefühlte 500 Sprünge bei denen einer besser ist als der andere 🙂 Die Beschreibung auf der A-Line dass jetzt technische Passagen folgen lassen alle die das Steinfeld in Wildbad fahren können nur müde lächeln 🙂 So richtige Steinpassagen hab ich keine gefunden – dafür Flow das alles zu spät ist!

Nachdem ich mich am ersten Tag noch gewundert hatte warum sich alle die Handballen mit Tape umwickelt haben kam die Antwort am zweiten Tag von ganz allein – Blasen an den Händen gehören dazu – ist ja schliesslich Downhill und kein Halma 😉

Ich könnt jetzt noch bestimmt zwei Stunden weiterschreiben ohne ein Ende zu finden, darum: WHISTLER ist DER HAMMER – man muss es selbst erlebt haben um sich ein Bild zu machen!!!!

Hier jetzt die ersten Bilder –  das Video kommt auch demnächst!

Stay tuned

Downhill auf der Nordschleife in Esslingen

Nach langem gings Anfang der Woche mal wieder in und um Esslingen auf die Suche nach der Nordschleife – besser bekannt als ESNOS. Ich war mir nicht ganz sicher wo es ist, aber hatte schon einige Videos dazu gesehen. Als ich dann fündig wurde hab ich festgestellt: Das kenn ich schon – aber bei weitem nicht so geil ausgebaut!

Anlieger, Doubles, Kicker und kleine Tables, alles vorhanden was das Herz begehrt, und das in einem Zustand wo sich manche Trails in Bikeparks ne große Scheibe abschneiden können. Sehr flowig zu fahren und durch die Chickenways auch für Bikes mit weniger Federweg geeignet.

Ich wurde so vom Flow und der guten Konstruktion der Strecke überrascht, dass ich nur  ein paar Bilder machen konnte – mehr kommen aber noch – Versprochen!

Natürlich muss auf der gesamten Strecke das Bike geschoben oder getragen werden – ist ja alles schmäler als zwei Meter 😉

An dieser Stelle mal wieder allergrößten Respekt an die Jungs die das alles so gut in Schuss halten und unermüdlich gegen die Zerstörung der Trails durch Wanderer und Waldhüter kämpfen – wenn wir uns mal begegnen sollten geht das Feierabendbier auf meine Kappe!!!

Checkt bei Facebook auch mal die Seite der Strecke: hier klicken! Dort werdet Ihr immer mit den aktuellsten Videos und Bildern versorgt. Vielen Dank an wen auch immer J

Wenn sich jetzt noch jemand fragen sollte wo denn die GPS-Daten zum Traileinstieg sind, den muss ich leider enttäuschen! Die öffentliche Zugänglichkeit zu Streckendaten die eh schon umstritten sind und immer wieder für ärger sorgen, würde die Sache nicht besser machen, im Gegenteil.

Wer wissen will wo das ist kann gerne mal auf ne Runde mitkommen – wir sind bereit 😉

Cheers Sven

 

 

Nordkettentrail und Canyoning…

…oder das Wochenende mit vielen Erkenntnissen 🙂

Für Samstags war Canyoning im Ötztal als Auftakt zu einem Junggesellenabschied mit Übernachtung auf einem Campingplatz nahe Innsbruck geplant. Was liegt also näher als einen Tag früher zu starten um den Nordkettentrail auf der Todo-Liste abhaken zu können? Gesagt, getan, Autos gepackt und Abfahrt. Fünf Personen, Vier Stunden Fahrt, drei Beifahrer, zwei Fahrer, ein Ziel!

Entgegen den Empfehlungen auf der Homepage vom Nordkettentrail empfielt es sich nicht in der Congressgarage in der Stadt, sonder direkt vor der Bergbahn zu parken. Die Tiefgarage in der City ist zwar kostenlos, aber man muss noch mit der Strassenbahn zur Talstation der Gondel fahren, und die Einfahrt ist nur für Fahrzeuge bis 2,10m geeignet – zu wenig für unseren Ducato 🙂

Die Parkgebühren von 6€ mögen zwar auf den ersten Blick viel erscheinen, werden aber beim Kauf eines Bergbahntickets erstattet – und das kauft eh jeder der auf den Trail will, weil 900hm kurbeln oder schieben mit dem DH-Bike ist glaub mit wenig Spaß verbunden. 21€ für die Halbtageskarte ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber was tut man nicht alles…

Für Biker ist die Beförderung an der Bergstation Seegrube auf ca. 1900m schluss, was aber durchaus ausreichend ist wenn man bedenkt dass 900 Tiefenmeter vor einem liegen.

Von der Bergstation aus geht’s über ein paar kleine Serpentinen über Geröll bergab zum Traileinstieg – hier könnte die Verantwortlichen wirklich was ändern, das ist selbst mit groben Reifen wie der MuddyMary in 2.5 besch…en zu fahren.

Der Einstieg in den Trail wird von einem Schild mit ein paar Zusatzinformationen angekündigt und ist so ganz ohne Warm-Up auf den ersten Blick wirklich steil – sehr steil! Safety first und wir starten erst ein paar Meter weiter unten.

Der lose Untergrund in den oberen Sektionen macht uns stark zu schaffen und wir haben alle Probleme in den Trail zu finden und die Bikes ordentlich unter Kontrolle zu bringen – der ein oder andere unfreiwillige Abstieg bestätigt das 😉

Während der Fahrt starten bereits die ersten Diskussionen ob wir uns das noch mal geben müssen – die Antwort gab der Trail selbst! So grob geschätzt ab dem zweiten Drittel kommt man in Richtung Baumgrenze, was den Untergrund auch zunehmend fahrbarer macht und den Spaßfaktor in die Höhe treibt.

Sehr gut gebaute Northshoreelemente, kleine Anlieger, technische Passagen gefolgt von einem Drop, Serpentinen und ein paar „Mut-zur-Lücke“ Stellen sorgen für pures Trailvergnügen und lassen den Adrenalinspiegel ansteigen. Viel Zeit zum Durchatmen gibt es nicht, da eine Herausforderung direkt an die andere anknüpft.

Über die Wahl des richtigen Bikes kann man sich aus unserer Sicht stundenlang streiten – in den technischen Passagen und engen kehren wünscht man sich die Wendigkeit eines Enduros, bei den „BigBalls-Stellen“ ist man mit Federweg von größer 180mm sehr gut beraten – letztendlich muss es dann die Fahrtechnik richten, und da ist immer Luft nach oben!

Für die erste Abfahrt haben wie inklusive Sturzpausen, Routensuche und Lineduskussionen knapp 50min gebraucht – sehr lange wenn man bedenkt dass der Streckenrekord unter 11min liegt! Ein Local hat uns im Basketballtrikot und Knieschonern zweimal überholt (Protektoren werden hier wohl überbewertet 🙂 ) – aber das lag garantiert NUR daran dass er den Trail besser kennt als wir 😉

Die zweite Abfahrt ging wesentlich schneller, Patrick hatte den Flow und wir sind im gefolgt 🙂 Hier waren es dann inklusive Sturzpausen und Zwischenstopp an einem Brunnen gefühlte 35-40min – auch noch nicht soooo schnell, aber hey, wir hatten Spaß, und das allein zählt!

Nach der zweiten Abfahrt haben wir uns dann dafür entschieden den Biketag zu beenden, wir waren lange unterwegs, hatten wenig gegessen und die Konzentration ist auf dem Trail in wirklich jeder Sekunde gefordert – Erholungspassagen: FEHLANZEIGE! Nachdem wir den Österreichern dann erklärt haben was ein Heferadler ist und wie es zubereitet wird, konnten wir auch unseren Elektrolythaushalt wieder ausgleichen und den Rest des Tages genießen. Einkaufen, Grillen, Männergespräche, Biketuning, LÄUFT! Zum Abschluss des Tages noch etwas Yoga 😉

Der Campingplatz Kranebitten bei Innsbruck ist wirklich uneingeschränkt zu empfehlen, großzügige Parzellen, freundliches Personal, sehr gute sanitäre Anlagen, nur der trockene und steinige Boden hat den schwäbischen Erfindergeist gefordert:

Gefühlte 50°C im Zelt, Morgendämmerung um – keine Ahnung, aber viel zu früh – krachmachende Raben am Zaun hinterm Zelt beenden die Nacht früher als geplant, aber kein Problem, die Kollegen die von zu Hause aus zum Canyoning dazustoßen sind schon viel länger „wach“. Frühstück gibt’s im Hotel 100m vom Campingplatz entfernt – nichts besonderes, aber völlig ausreichend. Um es mit der Definition vom Frühstückstisch zu sagen: Wir haben schon für mehr Geld schlechter gefrühstückt und waren trotzdem zufrieden!

Wir treffen den Rest der Truppe pünktlich kurz vor neun direkt beim Canyoningversanstalter wasser-c-raft im Ötztal und bekommen auch gleich eine kurze Einweisung und die Klamotten zugewiesen.

Richtig schön dicke Neoprenanzüge anzuziehen war der erste Kraftakt des Tages und das Frühstück gleich wieder verbrannt. Es wird der bis dahin heisseste Tag in Österreich, und wir stehen im dicken Neopren da und warten auf die Abfahrt – nicht zu glauben wie viel Schweiss in einen Stiefel passt – PFUI!

Nach einer kurzen Sicheheitseinweisung gings mit dem Großraumtaxi los in Richtung Krebsklamm – die ursprünglich geplante Tour konnten wir leider nicht machen da es beim aktuellen Wasserstand ein zu großes Risiko gewesen wäre – schade, aber Sicherheit geht vor, vor allem da vor kurzem erst zwei Personen ihr leben lassen mussten weil die Wassermenge falsch eingeschätzt wurde – R.I.P.

An dieser Stelle ein kurzes Dankeschön dass die Tourguides so viel Verantwortungsbewusstsein haben und nicht nur auf möglichst viel Adrenalin sondern auf die Sicherheit der meist unerfahrenen Kursteilnehmer Rücksicht nehmen!

Bevor wir in die Tour einsteigen können mussten wir knapp 20min querfeldein durch den Wald laufen um an den Start zu gelangen. Bereits hier war Trittsicherheit und grundlegende „Kletterkünste“ gefragt 🙂 An der ersten Abseilstelle angekommen herrschte eine für unsere Gruppe ungewohnte Stille – Respekt, Aufregung und natürlich wilde Entschlossenheit und volle Konzentration!

 

Das Abseilen an sich war einigen von uns schon vom Klettern bekannt, allerdings ohne die kalten Wassermassen die auf einen einprasseln und mit wesentlich mehr Grip am Fels. Auch die Tatsache dass man teilweise nicht sehen konnte wo man hintritt, sorgt ab und an für ein Aha-Erlebnis, spätestens dann wenn man auf einmal frei am Seil baumelt wo man sich fast sicher war einen guten Tritt erwischt zu haben.

Abseilstellen weit über 30m, Wassertemperaturen unter 10°C, rutschige Passagen, Baumstämme die als Rutsche dienen, Ausblick auf die Berge und ins Tal, eine spitzen Gruppe und gutgelaunte Tourguides die genau wussten was zu tun ist haben den Tag in der Schlucht zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht! Beim nächsten Mal gibt’s dann die Tour mit mehr Sprüngen und Rutschen sofern das Wetter mitspielt!

Am Ende der Schlucht wurden wir wieder vom Taxi abgeholt und zurück ins Basislager gebracht wo wir uns aus dem Neopren schälen durften was teilweise ohne Hilfe nicht möglich war. Zum Abschluss gabs noch ne kleine Wanderung zur nächsten Grillstelle für eine kleine Stärkung – wir haben es einfach mal Alpengyros getauft:

Zur Belohnung gabs noch ne Urkunde und ne Runde Schnaps die den restlichen Tag einleiten sollte – schliesslich waren wir ja zum Junggesellenabschied von Stefan hier – Ihr werdet verstehen dass der Rest des Tages der Zensur unterliegt 🙂

Bleibt nur noch zu sagen, danke an die Tourguides Franz-Josef und Eddy die uns sicher durch die Schlucht gebracht haben, und danke an alle Jungs die dabei waren und diesen Event erst möglich gemacht haben.

Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, in Kürze noch die wichtigsten Erkenntnisse des Wochenendes:

  • Blumen am Schuh kann nicht jeder tragen
  • Wenn Patrick den Flow hat, dann hat er den Flow
  • Der schnellste Weg zum Frontflip auf dem Bike ist durch ne Abkürzung auf dem Nordkettentrail
  • Vom Bike abzuspringen um sich nicht die edelsten Teile anzuschlagen lohnt sich nur dann wenn man nicht auf einem Ast landet an dem man sich dann die edelsten Teile anschlägt
  • Geröll ist scheisse
  • Die Stimme von Campino transportiert viel Gefühl
  • Ein roter Hebel macht noch lange kein warmes Wasser
  • Avid Elixir 3 an DH-Bikes ist nicht sehr standhaft – die CODE muss her
  • Stau ist ein Depp
  • Protektorenpflicht ist Auslegungssache
  • Die Schwerkraft siegt immer
  • Für 3€ Bike-Winterhandschuhe vom ALDI zahlt man in besonderen Situationen auch mal gern 15€

Hier noch die Bilder zum Trail:

Und hier die zum Canyoning:

Frühstückstour in Esslingen

Heute morgen war ich etwas früher wach als geplant. Das Wetter hat gepasst, die Beine fühlten sich gut an, kurz ein Riegel zum Frühstück und ab aufs Bike!

Es ging mal wieder an der Hausstrecke entlang, bis zur Katharinenlinde, dann den Trail zur Waldgaststätte „Sieben Linden“. Von dort aus den zweiten Abzweig nach rechts, und immer geradeaus, bergauf in Richtung Mülldeponie.

An der Stelle wo es links zum Kernenturm abzweigt scharf nach rechts dem „Wanderweg“ an der kleinen Schlucht entlang folgen – alles wie immer – jedenfalls fast!

Ein paar Jungs oder/und Mädels waren fleissig und haben den Wanderweg etwas präpariert damit man als Biker die Hindernisse wie querliegende Äste und Stämme besser überwinden zu können! Super kleine Rampen damit das Bike nicht über den Stamm getragen sondern jetzt geschoben werden kann – weil fahren darf man ja dort nicht 😉

Im unteren Bereich gibts nen neuen kleinen Anlieger der die leicht nach aussen abfallende Kurve jetzt schön flowig fahrbar macht!

VIELEN DANK an alle die hier immer unermüdlich am bauen und buddeln sind! Wenn einer einen kennt der jemand kennt der ne Ahnung hat wer die Jungs und Mädels sind, richtet mal schöne Grüße und ein dickes Dankeschön aus!!!! Vielleicht kann man ja auch mal zusammen buddeln gehen um den Weg noch besser „schiebbar“ zu machen 🙂 Einfach mal melden, da findet sich bestimmt ein Termin an dem man sich treffen kann – geteiltes buddeln bringt doppelt Spaß!!!

Um so ne grobe Ahnung zu bekommen wo ich meine, hier eine Markierung bei Google Maps:

 

Größere Kartenansicht

Biken Schrauben Grillen 2012

Am letzten Sonntag waren wir in Nürtingen mit einer Gruppe von 9 Personen unterwegs.
Nachdem sich alle am vereinbarten Treffpunkt eingefunden hatten, alle Bikes nochmal gecheckt und bewundert wurden, sind wir mit nur einer halben Stunde Verspätung gestartet.

Los gings durchs Tiefenbachtal, durch den Wald in Richtung Beuren zum Freilichtmuseum. Nach einem kurzen Stück der Steige nach Erkenbrechtsweiler gings rechts ab um zum Philosophenweg zu kommen. Weiter gings zum Skihang an der Bleiche, wo sich ein Teil der Gruppe durch ein geschicktes Manöver einen taktischen Vorsprung verschaffen konnte 🙂

Nachdem wir alle wieder beieinander waren gings das letzte Stück zur Burg Hohen Neuffen, wo uns wie immer der letzte Anstieg zum Burghof zum Kampf mit dem inneren Schweinehund gebracht hat.
Nach einer kleinen Stärkung und musikalischer Unterhaltung mit Dudelsackmusik gings auf dem kürzesten Weg nach unten zum Freibad in Neuffen. Vom Hunger angetrieben haben wir den Bikes an der Hauptstrasse entlang die Sporen gegeben – kurzer Boxenstopp für Brötchen – weiter gehts!

Am Ziel angekommen wurde der Grill angeworfen und die Bikes zerlegt. Schaltung einstellen, Tretlager reinigen, Diskussionen über sinnvolle Bikeumbauten, Ärger über die Unfähigkeit von manchen Werkstätten – wie kann man am Tretlager die Distanzringe vergessen wenn nach dem festziehen ein deutlicher Spalt zwischen Rahmen und Tretlager sichtbar bleibt!?!??!

Der Rest war Essen, Musik und Cuba Libre 🙂

Hier die Bilder

Best Shot Contest


Mitmachen und Gewinnen! Unter den ersten drei Gewinnern werden Sachpreise für dich und dein Bike im Wert von über 100€ verlost. Der Hauptgewinner darf sich auf ein TLD Sprint Jersey freuen! Die Preise für Platz 2 und 3 werden noch nicht verraten 🙂

Wir suchen das Beste Foto von Dir und deinem Bike! Egal ob im Bikepark, im Wald oder beim Putzen hinterm Haus – hauptsache den anderen gefällts!

Best Shot Contest

Um teilzunehmen musst du nur bei unserer Facebookseite oder auf der linken Seite in der Likebox auf „Gefällt mir“ klicken und ein Bild von dir und deinem Bike auf der Pinnwand posten. Danach musst du dich nur noch selbst auf dem Bild markieren und den Post an deiner Pinnwand teilen.

Du bist nicht bei Facebook angemeldet? Dann kannst du das hier nachholen, oder uns dein Bild per Email zukommen lassen. Schreib einfach an contest@less2m.de und wir stellen dein Bild auf unsere Facebookseite damit alle abstimmen können.

Wer gewinnt? Um zu gewinnen musst du für dein Bild so viele „Likes“ wie möglich sammeln – dafür hast du bis zum 31.07.2012 Zeit! Erzähl deinen Freunden und Bekannten davon und Gewinne einen der tollen Sachpreise.

Noch ein paar Worte zu den Voraussetzungen. Mit Helm und Protektoren können wir natürlich nicht beurteilen ob Du auf den Bildern auch wirklich selbst abgebildet bist – bitte sei so ehrlich und poste oder schicke nur Fotos die dich oder dein Bike zeigen, oder Bilder die auf einer deiner Touren entstanden sind. Am besten schickt Ihr natürlich noch einen Link oder ein Bild wo Du in den selben Klamotten ohne Helm erkennbar bist. Für die Auswertung der Platzierungen werden nur Bilder verwendet die mindestens 15 likes erhalten haben.

Schnappt Eure Bikes, vergesst die Kamera nicht und knippst was die Speicherkarte hergibt!

Wir freuen uns auf Eure Bilder – bis dahin

ROCK N ROLL