Lac Blanc – Smooth,Cool, Fat and Nuts

Nach einem kurzen Blick in den Terminkalender war klar, am Wochenende steht nichts besonderes an, also war die Antwort auf die Frage:” Lac Blanc, Samstag bis Sonntag, wie siehts aus?” ein ganz klares JA!

Der Plan: Abfahrt am Samstag um 8Uhr, zwei Autos, ein Hänger, sechs Männer, eine Frau, sieben Bikes.

Alles verlief nach Plan, schnell war klar dass obwohl sich einige nicht kannten alle auf einer Wellenlänge liegen – ready to go! Schnell noch die Socken über die Federgabel dass im Hänger nichts passiert und dann trennen uns nur 260km vom aktuellen Bikepark-Testsieger der FREERIDE.

Kurz vor dem Ziel mussten wir aufgrund eines Navigationsproblems einen kurzen Umweg durch die Pampa fahren der uns ne halbe Stunde Zeit und 25€ Maut gekostet hat – und alles nur wegen einer blöden Schranke – beim nächsten Mal nicht blind nach Navi fahren 😉

Nachdem das Auto dann geparkt und die Bikes zusammengebaut waren gings los. Halbtageskarte ab 14Uhr für 19,50€ – 3,2,1 meins! – eigentlich human im Vergleich zu anderen Parks.

Der Sessellift baggert die riesigen Mengen an Bikes & Bikern schnell auf den Berg. Trotz dass der Parkplatz voll war bis in die letzte Ecke mussten wir nie länger als maximal fünf Minuten warten – perfekt!

Zum einrollen ganz locker auf die grüne Strecke – SMOOTH – viel Sand, wenig Grip und viele Bremshügel, muss nicht noch mal sein! Zweiter Versuch auf LA COOL, etwas besser, aber noch immer zu viel Sand und wenig Grip – von „little Whistler“ war bisher noch nicht viel zu sehen/spüren! Aber die Enttäuschung hielt nicht lange an 🙂

Die Strecken ROOTS, FAT und NUTS machen dem Ruf alle Ehre, und die nächsten zwei Tage spielen sich nur noch auf diesen Strecken ab!

Die ROOTS hält was sie verspricht, viele technische Wurzelpassagen, ab und zu ein paar Steine und Steilabfahrten und auch ein paar Drops sorgen dafür dass die Strecke mit der richtigen Linie am Ende fast schon flowig wird 😉

Auf der FAT kommen alle die gerne droppen und springen voll auf Ihre Kosten. Jede Menge Airtime für die dies können und einige „Do or Die“ Stellen die aber problemlos umfahren werden können. Macht einfach Spaß zu fahren und ist perfekt um sich an unterschiedliche Drops und Gaps heranzuwagen.

Die einzige schwarze Strecke NUTS erinnert etwas an die A-Line in Whistler und besitzt ein paar Schlüsselstellen die vor Ort für angeregte Diskussionen zur optimalen Linienwahl geführt haben 😉 Insgesamt etwas technischer und steiler als die anderen Strecken, viele Steine, und harte Richtungswechsel auch im ruppigen Gelände. Ausreichend Federweg und gute Fahrwerksabstimmung sind hier sehr hilfreich! Nach der Strecke lohnt sich dann auch mal der Service für die Federgabel!

Alle Sprünge und Landungen sind perfekt gebaut, die Absprungkanten sind mit Leuchtfarbe markiert, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade innerhalb der Strecke sind auch farblich gekennzeichnet, eben fast wie in Whistler!

FAZIT zum Park: Es ist für jeden was dabei und die etwas längere Autofahrt lohnt sich auf jeden Fall, selbst wenn man nur für einen Tag gehen würde.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: BESTELLT KEIN PANINI!!! Auch wenn es sonst nichts anderes zu Essen gibt – die Dinger schmecken besch….

Da wir ja zwei Tage dort waren und nicht im Zelt schlafen wollten haben wir uns für eine Unterkunft auf nem Bauernhof entschieden. Knapp fünfzehn Minuten vom Bikepark entfernt am Waldrand mit Blick übers Tal und das für 25€ pro Person inklusive Frühstück – sehr zu empfehlen! Vielen Dank an dieser Stelle an Jeremy, der zum einen die Unterkunft organisiert und zum anderen die kompletten zwei Tage Dolmetscher gespielt hat! Ich war komplett Lost in Translation… 🙂

Nach dem wohlverdienten Feierabendbier (vielleicht waren es auch zwei oder drei) und unserer 2kg-Pasta-Party haben wir den Abend noch schön ausklingen lassen. Das Frühstück am nächsten Morgen war eben typisch französisch, sehr übersichtlich, aber gut!

Ein sehr gelungenes Wochenende mit vielen Eindrücken und Herausforderungen und zum Glück ohne größere Verletzungen – müssen wir unbedingt wiederholen! Vielen Dank an alle die dabei waren!

Was noch bleibt sind zwei offene Fragen:

–       Wie lange braucht ein Ei im Huhn?

–       Können Kakerlaken fliegen?

Bremse auf, Kette rechts

Sven

P.S.: Hier die ganze Bildergallerie – und weiter unten das Video 🙂

Manche Browser verzerren das Bild, dann einfach auf Vollbild klicken, dann sollte es passen. Wenn Ihr das Video nicht direkt anschauen könnt, hier klicken zum Download!

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