Bashguard und Kettenführung – definitiv ein must have!

Mein Bike war keine 4 Wochen alt, da hab ich mich schon dazu entschlossen einen Bashguard zu montieren. Zum einen bin ich auf einem verblockten Trail mit dem großen Kettenblatt an einem Stein hängen geblieben was einen Abflug in den Dornenbusch und verbogene Zähne am Kettenblatt zur Folge hatte, zum anderen hab ich mir zweimal das Kettenblatt in die Wade gerammt was zu ungewollten Tattoos und Schmerzen geführt hat.

Die Auswahl an Möglichkeiten ist beinahe unbegrenzt – kann jedoch schon mal auf zwei Grundsatzfragen reduziert werden. Behalte ich mein großes Kettenblatt oder nicht?

Ich hab mich dafür entschieden auf das große Kettenblatt zu Gunsten zusätzlicher Bodenfreiheit zu verzichten und als Ausgleich das mittlere Kettenblatt mit 32 Zähnen gegen ein neues mit 36 Zähnen zu tauschen. Dadurch wurde die Bandbreite an möglichen Gängen zwar reduziert, ist aber trotz allem noch völlig ausreichend. Das fehlende Kettenblatt macht sich nur bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar. Wer wissen will worauf man verzichten müsste soll beim Fahren auf dem großen Kettenblatt die zwei kleinsten Ritzel auslassen und schauen wie er damit klar kommt.

In Zahlen ausgedrückt:

Übersetzungsverhältnis (Geschwindigkeit bei Trittfrequenz 80)

ohne großes Kettenblatt: 36:11 = 3,27 (33,48 km/h)

mit großem Kettenblatt: 44:11 = 4 (40,95 km/h)

ohne die zwei kleinsten Ritzel zu nutzen: 44:14 = 3,14 (32,15 km/h)

Bei 40 km/h fühlt man sich schon wie ein Hamster im Laufrad, aber man kann eben nicht alles haben 🙂

Nach der Montage des Kettenblatts kann die Kette um zwei bis drei Glieder gekürzt werden, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Damit auf verblockten und holprigen Trails die Kette bleibt wo Sie hingehört kann ich nur jedem empfehlen eine Kettenführung zu montieren. Auch hier gibt es eine Auswahl wie Sand am Meer. Wer das Glück hat an seinem Bike eine ISCG-Aufnahme zu besitzen, kann aus den vollen Schöpfen, für eine Montage unter dem Tretlager muss man schon etwas genauer suchen. Entgegen vieler Aussagen aus einigen Foren konnte ich keinen erhöhten Kraftbedarf durch die Kettenführung feststellen. Sicher lässt sich im Messlabor nachweisen dass trotz Industrielager der Wirkungsgrad des Antriebs um 0,24189% schlechter wird, aber wen das Interessiert der hört auch das Gras wachsen 😉

Zusammengefasst: Wer mehr Bodenfreiheit, eine geilere Optik und zusätzlichen Fahrspaß gegen ein wenig Geschwindigkeitseinbußen auf der Ebene bereit ist zu tauschen, der kommt weder an einem Bashguard noch an einer Kettenführung vorbei. Weil’s einfach ein Tick lässiger ist 🙂

Ride on – have fun

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