Garmin EDGE 305

Nachdem ich vor zwei Jahren mein Rad ne knappe Stunde durch den Wald getragen und die Orientierung völlig verloren hatte, habe ich mich dazu entschlossen ein Navi fürs Bike zu kaufen. Nach längerem suchen und vergleichen fiel meine Wahl auf den GARMIN EDGE 305 da dieser preislich am attraktivsten war und seine Funktionen für meine Zwecke ausreichend erschienen.

Die Bedienung ist zwar nicht sehr intuitiv, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit folgt Sie einer gewissen Logik 😉 Das Aufzeichnen einer Strecke inklusive Puls und Höhenprofil wird durch drücken des Start/Stop-Knopfes gestartet und kann bei Fahrpausen jederzeit unterbrochen werden.

Um die wichtigsten Daten immer im Blick zu haben gibt es zwei Menüseiten mit bis zu 8 Informationsfeldern die individuell angepasst werden können. Neben den wichtigsten Daten wie Geschwindigkeit, Strecke, Fahrzeit, Gesamtanstieg, Puls, aktuelle Steigung und Uhrzeit lassen sich noch viele weitere Daten anzeigen. Was leider nicht angezeigt werden kann ist die aktuelle Temperatur.

Die gefahrene Strecke wird in Form einer Linie auf dem Display dargestellt wobei aber keine Straßen oder teile der Landschaft dargestellt werden. Es kann kein Kartenmaterial auf dem Gerät gespeichert werden wodurch kein Routing von unterwegs aus möglich ist.

Es gibt Programme wie z.B. MagicMaps oder OpenMtbMap mit denen eine Routenplanung am PC möglich ist. Die erstellte Route kann dann ans Gerät übertragen und abgefahren werden. Es besteht auch die Möglichkeit sich an dem zahlreichen Tourangeboten im Internet zu bedienen (www.gps-tour.info, www.gpsies.de) und sich bereits fertige Touren runterzuladen.

Die Übertragung der Trainingsdaten vom Gerät zum PC und wieder zurück ist prinzipiell mit der mitgelieferten Sowtware „TrainingsCenter“ möglich. Die Darstellung der Übersichtskarte und die Auswertung der Trainingseinheiten lassen jedoch sehr zu wünschen übrig. Auch die Übertragung heruntergeladener Strecken ist nur über Umwege möglich. Hier sei auf das wesentlich umfangreichere und kostenlose Programm „SportTracks“ der Firma „ZoneFiveSoftware“ verwiesen. Übersichtliche Trainingskalender und problemloser Import und Export von Trainings- und Streckendaten sind hier möglich. Höhenprofile können direkt in gängige Bildformate und Streckendaten in das offene und lizenzfreie GPS Exchange Format (GPX) exportiert werden. Die Darstellung der zurückgelegten Strecke erfolgt in GoogleMaps und bietet die üblichen Funktionen und Darstellungsweisen.

Die Funktionalität und Betriebssicherheit ist faszinierend und übertrifft jegliche Erwartungen. Der GPS-Empfang ist selbst bei anhaltendem Regen oder im tiefsten Wald unter Baumdächern kaum beeinträchtigt. Die Positionsbestimmung nach dem Einschalten erfolgt nach maximal 1-2 Minuten. Die Akkulaufzeit beträgt ca.12 Stunden beim Betrieb mit Pulsmesser und ist somit ausreichend für fast jede Tagesetappe. Für Mehrtagestouren empfiehlt es sich ein Ladegerät im Rucksack zu haben. Bei längeren Pausen kann man das Gerät abschalten und so den Akku schonen. Die Tagesetappe kann nach dem erneuten Einschalten fortgesetzt werden.

Vor ca. einem Jahr hatte der integrierte Akku einen Wackelkontakt wodurch das Gerät auf verblockten Trails oder kleinen Sprüngen kurz ausging. Da ich mich noch innerhalb der Garantiezeit befand wurde mir das Gerät innerhalb von 5 Werktagen komplett Getauscht und erneut 2 Jahre Garantie gewährt. Vorbildlich!

Die Befestigung am Lenker oder am Vorbau erfolgt durch das mitgelieferte Montagematerial. Selbst auf ruppigen Trails und bei Sprüngen oder Stürzen bleibt das Gerät wo es hingehört.

Fazit: Klein, handlich und robust ist der EDGE 305 für alle GPS-Einsteiger die auf integriertes Kartenmaterial und Temperaturanzeige verzichten können die richtige Wahl.

Erzähl deinen Freunden davon - share it!

Kommentare sind geschlossen.